Unsere Arbeit gliedert sich in vier zentrale Forschungsschwerpunkte:
CMV-Impfstoffplattformen der nächsten Generation und Bioprozessierung
Wir nutzen die einzigartigen immunbiologischen Eigenschaften des Cytomegalievirus, um hochwirksame, langanhaltende Impfstoffe gegen respiratorische Krankheitserreger zu entwickeln. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit ist unser Impfstoffkandidat gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), der über unsere Spin-off-Initiative ENDURIVAC in Richtung klinischer Studien vorangetrieben wird. Parallel dazu entwickeln wir auch Impfstoffkandidaten gegen Influenza. Um diese Entdeckungen in die Praxis umzusetzen, optimiert unser Team aktiv die Produktionsstrategien in der Zellkultur, und verfeinert gleichzeitig Standardanalysen, um eine außergewöhnliche Präzision bei der Virusquantifizierung zu erreichen.
Virale Latenz, zelluläre Reservoirs und mukosale Immunität
Das Cytomegalievirus etabliert eine lebenslange Latenz, verändert die Immunlandschaft des Wirts grundlegend und erfordert aus Sicht der Wissenschaft ein tiefgreifendes Verständnis dafür, wo sich das Virus versteckt und wie es die regionale Immunität prägt. Wir untersuchen systematisch die spezifischen zellulären Nischen, in denen das latente humane CMV (HCMV) beheimatet ist, und gehen dabei über traditionelle Monozyten-Reservoirs hinaus, um die Rolle von Stromazellen und alternativen Zelltypen in verschiedenen Geweben zu charakterisieren. Darüber hinaus untersuchen wir, wie diese persistierenden latenten Infektionen das Immunsystem des Wirts sowohl systemisch als auch an den Schleimhautoberflächen prägen. Konkret untersuchen wir die Bildung und Aufrechterhaltung von gewebespezifischen Gedächtnis-T-Zellen (Trm) in der Lunge, die als vorpositionierte lokale Wächter fungieren und in der Lage sind, einen schnellen, frühzeitigen Kreuzschutz gegen heterologe respiratorische Bedrohungen, einschließlich COVID-19, zu bieten.
Hochdurchsatz-Funktionsassays und Patient:innenüberwachungsplattformen
Um Laborergebnisse direkt in klinischen Nutzen umzusetzen, entwickeln wir dynamische Assaysysteme, die eine funktionelle Echtzeit-Bewertung antiviraler Immunantworten ermöglichen. Wir haben ARMATA (Assay for Rapid Measurement of Antiviral T-cell Activity) etabliert, eine Plattform zur Lebendzell-Bildgebung, die mithilfe automatisierter Fluoreszenzmikroskopie quantifiziert, wie CD8-T-Zellen eine HCMV-Infektion in Echtzeit kontrollieren. Wir haben dies inzwischen zu ARMADA (Antiviral Response Monitoring Assay for Dynamic Analysis) erweitert, einer umfassenden translationalen Plattform, die die gesamten PBMC-Populationen von Transplantationsempfänger:innen einbezieht. Durch die Kombination von longitudinalen Patient:innenproben mit Echtzeit-Bildgebung können wir komplexe, patient:innenspezifische Immunität analysieren und individuelle Unterschiede bei der Viruskontrolle abbilden.
Antigenkartografie, Immunflucht und postvirale Pathogenese
Wir verfolgen die Virusevolution in Echtzeit, um vorherzusagen, wie Mutationen die Abwehr des Wirts umgehen, und untersuchen gleichzeitig die schwächenden, langfristigen systemischen Folgen von Virusinfektionen. Unsere Gruppe nutzt pseudovirale Systeme für mehrere Pathogene, darunter SARS-CoV-2, Flaviviren und CMV, um die sich entwickelnde Landschaft neutralisierender Antikörper zu quantifizieren. Mithilfe von Antigenkartografie und fortschrittlichem Reverse-Mutations-Scanning visualisieren wir systematisch Antigenabstände und identifizieren die genauen strukturellen Epitope, die die Immunflucht vor polyklonalen Seren und therapeutischen Behandlungen antreiben. Diese strukturelle Arbeit liefert direkte Erkenntnisse für unsere Forschung zu postviralen Zuständen, insbesondere Long COVID. Wir untersuchen aktiv die Mechanismen hinter postakuten Folgeerkrankungen und konzentrieren uns dabei darauf, wie Virusinfektionen systemische Entzündungen auslösen und in das zentrale Nervensystem vordringen, um über die Mikroglia im Gehirn Neuroinflammation zu verursachen. Gleichzeitig evaluieren wir, wie eine vorherige Impfung diese langfristigen neurologischen Folgen beeinflusst.
Unsere Arbeit gliedert sich in vier zentrale Forschungsschwerpunkte:
CMV-Impfstoffplattformen der nächsten Generation und Bioprozessierung
Wir nutzen die einzigartigen immunbiologischen Eigenschaften des Cytomegalievirus, um hochwirksame, langanhaltende Impfstoffe gegen respiratorische Krankheitserreger zu entwickeln. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit ist unser Impfstoffkandidat gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), der über unsere Spin-off-Initiative ENDURIVAC in Richtung klinischer Studien vorangetrieben wird. Parallel dazu entwickeln wir auch Impfstoffkandidaten gegen Influenza. Um diese Entdeckungen in die Praxis umzusetzen, optimiert unser Team aktiv die Produktionsstrategien in der Zellkultur, und verfeinert gleichzeitig Standardanalysen, um eine außergewöhnliche Präzision bei der Virusquantifizierung zu erreichen.
Virale Latenz, zelluläre Reservoirs und mukosale Immunität
Das Cytomegalievirus etabliert eine lebenslange Latenz, verändert die Immunlandschaft des Wirts grundlegend und erfordert aus Sicht der Wissenschaft ein tiefgreifendes Verständnis dafür, wo sich das Virus versteckt und wie es die regionale Immunität prägt. Wir untersuchen systematisch die spezifischen zellulären Nischen, in denen das latente humane CMV (HCMV) beheimatet ist, und gehen dabei über traditionelle Monozyten-Reservoirs hinaus, um die Rolle von Stromazellen und alternativen Zelltypen in verschiedenen Geweben zu charakterisieren. Darüber hinaus untersuchen wir, wie diese persistierenden latenten Infektionen das Immunsystem des Wirts sowohl systemisch als auch an den Schleimhautoberflächen prägen. Konkret untersuchen wir die Bildung und Aufrechterhaltung von gewebespezifischen Gedächtnis-T-Zellen (Trm) in der Lunge, die als vorpositionierte lokale Wächter fungieren und in der Lage sind, einen schnellen, frühzeitigen Kreuzschutz gegen heterologe respiratorische Bedrohungen, einschließlich COVID-19, zu bieten.
Hochdurchsatz-Funktionsassays und Patient:innenüberwachungsplattformen
Um Laborergebnisse direkt in klinischen Nutzen umzusetzen, entwickeln wir dynamische Assaysysteme, die eine funktionelle Echtzeit-Bewertung antiviraler Immunantworten ermöglichen. Wir haben ARMATA (Assay for Rapid Measurement of Antiviral T-cell Activity) etabliert, eine Plattform zur Lebendzell-Bildgebung, die mithilfe automatisierter Fluoreszenzmikroskopie quantifiziert, wie CD8-T-Zellen eine HCMV-Infektion in Echtzeit kontrollieren. Wir haben dies inzwischen zu ARMADA (Antiviral Response Monitoring Assay for Dynamic Analysis) erweitert, einer umfassenden translationalen Plattform, die die gesamten PBMC-Populationen von Transplantationsempfänger:innen einbezieht. Durch die Kombination von longitudinalen Patient:innenproben mit Echtzeit-Bildgebung können wir komplexe, patient:innenspezifische Immunität analysieren und individuelle Unterschiede bei der Viruskontrolle abbilden.
Antigenkartografie, Immunflucht und postvirale Pathogenese
Wir verfolgen die Virusevolution in Echtzeit, um vorherzusagen, wie Mutationen die Abwehr des Wirts umgehen, und untersuchen gleichzeitig die schwächenden, langfristigen systemischen Folgen von Virusinfektionen. Unsere Gruppe nutzt pseudovirale Systeme für mehrere Pathogene, darunter SARS-CoV-2, Flaviviren und CMV, um die sich entwickelnde Landschaft neutralisierender Antikörper zu quantifizieren. Mithilfe von Antigenkartografie und fortschrittlichem Reverse-Mutations-Scanning visualisieren wir systematisch Antigenabstände und identifizieren die genauen strukturellen Epitope, die die Immunflucht vor polyklonalen Seren und therapeutischen Behandlungen antreiben. Diese strukturelle Arbeit liefert direkte Erkenntnisse für unsere Forschung zu postviralen Zuständen, insbesondere Long COVID. Wir untersuchen aktiv die Mechanismen hinter postakuten Folgeerkrankungen und konzentrieren uns dabei darauf, wie Virusinfektionen systemische Entzündungen auslösen und in das zentrale Nervensystem vordringen, um über die Mikroglia im Gehirn Neuroinflammation zu verursachen. Gleichzeitig evaluieren wir, wie eine vorherige Impfung diese langfristigen neurologischen Folgen beeinflusst.
Prof. Dr. Luka Cicin-Sain
Das komplexe Wechselspiel von Virus und Wirt hat mich immer schon fasziniert, aber auch die intellektuelle Herausforderung, die dahinter steckt, die vielen Facetten dieses Wechselspiels zu verstehen.
Der in Kroatien geborene Luka Cicin-Sain studierte Medizin an der Universität seiner Heimatstadt Rijeka. Im Jahr 1996 erwarb er einen Doktortitel in Humanmedizin, begann sein klinisches Praktikum und ein Masterstudium in Biomedizin. Er bestand das kroatische Staatsexamen für Ärzte und beendete sein Masterstudium im Jahr 2004. In der Zwischenzeit arbeitete er in der Abteilung für Histologie und Embryologie in Rijeka und am Max von Pettenkofer-Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie in München. Er promovierte im Jahr 2006 und wechselte als Postdoktorand der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an das Vaccine and Gene Therapy Institute der Oregon Health and Science University in Portland, USA, wo er anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. 2010 kehrte er nach Deutschland zurück, um als Juniorprofessor am HZI die Nachwuchsgruppe "Immune Aging and Chronic Infections" zu leiten. Im Jahr 2016 bekam er eine Professur auf Lebenszeit mit eigener Arbeitsgruppe, 2020 wurde er Sprecher des HZI Research Topics Immunantworten und Immuninterventionen und 2021 Leiter der Abteilung "Virale Immunologie" (VIRI) am selben Institut. Im Jahr 2020 war er Mitbegründer des Arbeitskreises Vakzine der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, in dem er bis heute als Ko-Koordinator tätig ist. Seit 2025 hat Cicin-Sain eine W3-Professur and der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und ist bereits seit 2019 Mitglied des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM), einer gemeinsamen Einrichtung des HZI und der MHH. Seit Juni 2026 ist Luka Cicin-Sain Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Team
Ausgewählte Publikationen
Publikationen
Technologieangebote
Folgende Technologien wurden von der Abteilung "Virale Immunologie" entwickelt und zum Patent angemeldet:
Aktuelle Projekte
COVID-Brain - Immunologische Effekte einer SARS CoV-2 Infektion auf die hippocampale Funktion / Mechanistic insights into the effects of SARS-CoV-2 infection on hippocampal function and potential prevention strategies (DFG)
DZIF TTU 07.865 - Adjustable mRNA vaccine design for immunocompromised patients
DZIF TTU 07.869 - Generation of ‘off-the-shelf’ TCR libraries for the treatment of viral infections
ENDURIVAC - ENhanced DURation of Immunity by MCMV-based VACcines (Institute for Biomedical Translation)
EVIGOI-KK - Erforschung von Immuntherapien gegen opportunistische Infektionen in krebserkrankten Kindern (Günter Hansmeier Krebsstiftung GHKS)
FOR2830 - Role of NFAT signaling in immune responses and protection against CMV (DFG)
GO-Bio Initial – GBi4M: Entwicklung von Maus Zytomegalieviren als Virale Vakzine Vektoren (VIVA-VEK2) (BMBF)
RESIST – Role of NFAT signaling in immune responses and protection against CMV