Zukünftiges Forschungsprogramm

Wie wir die Zukunft der Infektionsforschung am HZI gestalten

Infografik mit Zielsetzungen des HZI, die um den Begriff "Infection Resilience" herum angeordnet sind
Die Zielsetzung des künftigen Forschungsprogramms „Infektionsresilienz“ des HZI.

Infektionskrankheiten zählen nach wie vor zu den dynamischsten und drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Globale Mobilität, Klima- und Umweltveränderungen, antimikrobielle Resistenzen und neu auftretende Erreger verändern die menschliche Gesundheit weltweit. Um diesen miteinander verknüpften Bedrohungen zu begegnen, braucht es neue, integrierte wissenschaftliche Ansätze.

Am HZI ist unser aktuelles Forschungsprogramm (2021–2027) entlang von drei Kernthemen strukturiert: Erreger, Immunantworten und Antiinfektiva. Dieser Rahmen hat bedeutende wissenschaftliche Fortschritte und translationale Wirkung ermöglicht.

Auf dem Weg zu „Infektionsresilienz“

Auf dieser Grundlage entwickelt das HZI sein nächstes Forschungsprogramm „Infection Resilience“ für den Zeitraum 2028–2035. Die Mission von „Infektionsresilienz“ ist es, datengetriebenes, koordiniertes, mechanistisches und letztlich in die Anwendung überführbares Wissen zu generieren, das die Fähigkeiten von Individuen und Populationen stärkt, Infektionskrankheiten vorzubeugen, sie zu bewältigen und sich von ihnen zu erholen – vor dem Hintergrund von Umwelt- und demografischem Wandel.

Dieser neue Ansatz spiegelt wichtige Veränderungen in Wissenschaft und Gesellschaft wider:

  • Zusammenhänge ganzheitlich betrachten: Wir untersuchen, wie Infektionen durch das Zusammenspiel von Mensch, Erregern und Umwelt geprägt werden. 
  • Frühere und bessere Prävention: Mithilfe von Datenwissenschaft und künstlicher Intelligenz wollen wir Risiken früher erkennen und früher mit präziseren Maßnahmen handeln. 
  • Gemeinsam an großen Herausforderungen arbeiten: Themen wie Antibiotikaresistenzen, Infektionen im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie Pandemien sind zu komplex, um sie allein zu bewältigen. Wir bringen Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um koordinierte Lösungen zu entwickeln. 

Vier strategische Forschungsrichtungen

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird das zukünftige Programm entlang von vier komplementären Forschungsrichtungen entwickelt:

  • Antimikrobielle Resistenzen und neue Antiinfektiva 
  • Präzisionsinfektionsmedizin 
  • Pandemie-Resilienz 
  • Klimawandel, Umweltveränderungen und ihr Einfluss auf Infektionen

Gemeinsam stehen sie für einen integrierten und zukunftsgerichteten Ansatz, der von der Entdeckung bis zur frühen klinischen Anwendung reicht. Zugleich baut das Programm auf den etablierten Stärken des HZI auf: interdisziplinäre Forschung, starke Partnerschaften und ein klarer Fokus darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse in Lösungen für Patientinnen und Patienten sowie für die Gesellschaft zu übertragen.

„Infektionsresilienz“ markiert den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung unserer Forschung – mit einer erweiterten Perspektive, stärkerer Integration und einer klaren Positionierung des HZI, um den infektionsmedizinischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu begegnen.