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Im Kampf gegen multiresistente Keime rücken Bakteriophagen – die natürlichen Feinde der Bakterien – in den Fokus der Forschung. Um diese „Bakterienfresser“ jedoch gezielt therapeutisch einsetzen zu können, ist es notwendig, ihre molekularen Grundlagen genau zu entschlüsseln. Dieser Aufgabe widmet sich Jens Hör vom Würzburger Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI). Der Europäische Forschungsrat (ERC, engl. European Research Council) fördert sein Forschungsprojekt „RIBO-PHAGE” mit einem ERC Starting Grant ab 2026 über einen Zeitraum von fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro.
04.09.2025
HZI Podcast InFact
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Bakteriophagen sind Viren, die gezielt Bakterien angreifen, für uns Menschen jedoch ungefährlich sind. Sie docken an Bakterien an, schleusen ihr Erbgut ein und programmieren die Zellen so um, dass diese nur noch Phagenerbgut produzieren – bis sie schließlich platzen und neue Phagen freisetzen. In der Theorie sind Phagen eine vielversprechende Alternative zu Antibiotika, in der Praxis bestehen jedoch große Herausforderungen vor der Anwendung. In dieser Folge des HZI-Podcasts „InFact“ spricht Jun.-Prof. Jens Hör, Leiter der Nachwuchsgruppe „Molekulare Grundlagen von RNA-Phagen“ am Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI), über seine Forschung an diesem faszinierenden Werkzeug im Kampf gegen resistente Keime.
04.09.2025
Illustration Wissenschaftler und DNA-Strang
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Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig war mit drei Projektanträgen im Förderprogramm zukunft.niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung erfolgreich. Im Projekt „MacroAB-Delivery“ wollen die Forschenden unter der Koordination von Prof. Dagmar Wirth vom HZI ein neues Verfahren zur lokalen Behandlung Implantat-assoziierter Infektionen voranbringen. Das an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) koordinierte Projekt „MoreHealth“ baut mit Beteiligung von Prof. Jochen Hühn (HZI) eine Infrastruktur mit umfassenden Gesundheitsdaten auf, die für verschiedene Krankheitsbilder gezielt im Hinblick auf das individuelle Risiko und die Schwere einer Erkrankung analysiert werden können. Prof. Alice McHardy ist mit ihrem Team des HZI am Forschungsverbund INDIVO beteiligt, der an der MHH koordiniert wird und neue Methoden zur genaueren Diagnose und gezielten Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Menschen mit Leberzirrhose sucht. Insgesamt werden im Rahmen von zukunft.niedersachsen fünf Verbundprojekte zum Ausbau der personalisierten Medizin mit rund neun Millionen Euro gefördert.
01.09.2025
DNA-Strang und Virus Zellen
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Warum leiden Menschen, die mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert sind, häufig an Herzkreislauf-, Leber- sowie anderen Begleiterkrankungen? Dieser Frage gingen Forschende des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin im Rahmen der 2000HIV-Studie nach, einer Multi-Omics-Kohorte, die von mehreren Forschungszentren in den Niederlanden koordiniert wird. Dabei konnten sie verschiedene Moleküle und Mechanismen identifizieren, die mit der Entwicklung dieser Begleiterkrankungen in Zusammenhang stehen könnten. Die umfangreichen Ergebnisse ihrer Studie stellen die Wissenschaftler:innen frei zur Verfügung. Sie hoffen, dass sie für neue Forschungsansätze genutzt und zu einem besseren Verständnis der Hintergründe sowie zu hilfreichen Therapien führen werden. Ihre Studienergebnisse haben die Forschenden nun im Fachmagazin Nature Medicine veröffentlicht. Das CiiM (Centre for Individualised Infection Medicine) ist eine gemeinsame Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).
21.08.2025
Portrait von Michael Manns
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Der ehemalige Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Klinische Direktor des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) Prof. Michael P. Manns ist am 15. August 2025 verstorben. Manns erlag im Alter von 73 Jahren einer Tumorerkrankung. Als renommierter Gastroenterologe gehörte er zur wissenschaftlichen Weltspitze, war einer der meistzitierten Wissenschaftler und bereicherte als exzellenter Kommunikator die deutsche wie die internationale Forschungslandschaft. Bis zuletzt hat Manns noch aktiv in der MHH geforscht und die wissenschaftliche Organisation des von ihm mitgegründeten Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM), einer gemeinsamen Einrichtung des HZI und der MHH, vorangetrieben. Ein weiteres gemeinsames Zentrum von HZI und MHH, das TWINCORE – Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, hat Manns ebenfalls mit seiner großen Expertise unterstützt.
18.08.2025
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Klebsiella oxytoca
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Ein ausgeglichenes Darmmikrobiom trägt nicht nur zur Verdauung bei, sondern ist auch ein wichtiger Schutzfaktor gegen Infektionen. Forscher:innen am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) unter der Leitung von Prof. Till Strowig, Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), wollen die Kraft des Mikrobioms zur Prävention schwerer Infektionen nutzen. Sie haben entdeckt, dass Bakterien der Art Klebsiella oxytoca krankmachende Bakterien aus dem Darm verdrängen können und wollen daraus ein lebendes Biotherapeutikum entwickeln. Das DZIF fördert die Produktentwicklung bis zur ersten Testung am Menschen nun mit 2,2 Millionen Euro.
07.08.2025

HZI in den Medien

28.05.2026
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Die heutigen Nachrichten

Critters that dine on flesh and waste also consume the animal’s DNA. That genetic material is helping scientists detect and map elusive species and their pathogens.

27.05.2026
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26.05.2026
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Kronen Zeitung (Online)
22.05.2026
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Polio in Deutschland – die Kinderlähmung ist noch lange nicht Geschichte

21.05.2026
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Medical Tribune

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