23.01.2024

Gemeinsam gegen resistente Erreger

BioVersys und HIPS unterzeichnen Kooperationsvereinbarung um Forschung gegen antimikrobielle Resistenzen voranzutreiben

Die BioVersys AG, ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung neuartiger antibakterieller Produkte für schwere, lebensbedrohliche Infektionen durch multiresistente Bakterien konzentriert, gab heute bekannt, dass es eine langfristige Forschungskooperation mit dem renommierten europäischen Institut Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und dessen Standort, dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), eingegangen ist.

Forscherin pipettiert. © Adobe Stock / SeventyfourAntimikrobielle Resistenz (AMR) ist eine ernstzunehmende Bedrohung für die globale Gesundheit, da die derzeit verfügbaren Therapeutika aufgrund von AMR zunehmend ihre Wirksamkeit verlieren. Im Jahr 2019 waren weltweit schätzungsweise 1,27 Millionen Todesfälle direkt auf bakterielle AMR zurückzuführen, während bei geschätzten 4,95 Millionen Todesfällen ein Zusammenhang zu bakterieller AMR bestand.

Im Rahmen des kontinuierlichen Engagements für die Entwicklung neuer und innovativer Therapeutika für Patient:innen, die an bakteriellen Erkrankungen leiden, hat BioVersys eine Forschungskooperation mit HZI und HIPS initiiert. Gemeinsam mit Professor Rolf Müller und seinen Mitarbeitenden sollen neue und innovative AMR-Projekte zur Bekämpfung schwerer lebensbedrohlicher Infektionen, die durch resistente Bakterien verursacht werden, entwickelt werden.

Dr. Sergio Lociuro, Chief Scientific Officer von BioVersys: "Um an der Spitze der Wissenschaft zu bleiben, bedarf es eines beständigen Engagements und der Zusammenarbeit mit weltweit führenden Experten. BioVersys hat eine Erfolgsbilanz bei der Erforschung und Entwicklung neuartiger antibakterieller Programme und starke Partnerschaften mit führenden akademischen Einrichtungen, die sich mit AMR beschäftigen. Wir freuen uns, dass wir unser Partnernetzwerk auf HZI und HIPS ausweiten können. Gemeinsam stärken wir unsere Fähigkeiten zur Identifizierung und Entwicklung neuer therapeutischer Wirkstoffe für Patienten, die an arzneimittelresistenten bakteriellen Infektionen leiden."

Prof. Rolf Müller, Wissenschaftlicher Direktor des HIPS: "Unser Ziel ist es, antimikrobielle Resistenz durch die Entwicklung innovativer Antiinfektiva für den Einsatz am Menschen zu bekämpfen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir eng mit Partnern aus der pharmazeutischen Industrie zusammenarbeiten. Mit BioVersys haben wir einen zuverlässigen und erfahrenen Partner gefunden, der die Expertise am HIPS perfekt ergänzt. Unsere Kooperationsvereinbarung ebnet den Weg, um unsere vielversprechendsten Ansätze voranzubringen und die Entwicklung in Richtung klinische Anwendung voranzutreiben."

Mehrere Projekte, die im Fokus der Zusammenarbeit zwischen BioVersys und HIPS stehen, werden auch vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) bearbeitet und gefördert, wo Rolf Müller den Forschungsbereich "Neue Antibiotika" koordiniert. Im November 2023 förderte das DZIF eines dieser Projekte, in dem sich das Team von Müller mit der Optimierung eines fortgeschrittenen Leitmoleküls zur Behandlung von multiresistenten bakteriellen Infektionen beschäftigt, mit insgesamt 850.000 €. Die Interaktion mit dem DZIF schafft zusätzliche Synergien, von denen die Zusammenarbeit zwischen BioVersys und HIPS stark profitiert. Das DZIF ist ein virtuelles Zentrum mit mehr als 500 Wissenschaftler:innen aus 35 Institutionen und ermöglicht den Zugang zu einem nationalen Netzwerk von Wissenschaftler:innen und Kliniker:innen aus dem Bereich der Infektionsforschung, wodurch die Erforschung und Entwicklung neuer Strategien zur Bekämpfung von Infektionserkrankungen beschleunigt wird.

Weitere Informationen:

Original-Pressemitteilung der BioVersys AG

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