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Ein Mann und eine Frau die einen weißen Kittel tragen, lächeln in die Kamera und stehen in einem Labor
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Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen, insbesondere bei Neugeborenen und bei älteren Menschen. Wie es das Virus schafft, der Immunabwehr zu entkommen und welche Veränderungen es in den infizierten Zellen auslöst, war bisher noch nicht vollständig entschlüsselt. Forschende vom TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, konnten jetzt gemeinsam mit interdisziplinären Kolleginnen und Kollegen aus Würzburg, Regensburg, Braunschweig und Hannover zeigen, wie das Virus in das genetische Programm der Atemwegszellen eingreift, die Immunabwehr hemmt und die Zellfunktion stört. Diese Ergebnisse veröffentlichen sie im Journal Science Advances.
22.06.2026
Immunzellen und Antikörper, die ein Virus bekämpfen.
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Umweltbelastungen wie chemische Schadstoffe, psycho-soziale Stressoren, Antibiotika und ungesunde Ernährung beeinflussen das Immunsystem und das Mikrobiom des Menschen. Sie können zu einem erhöhten Infektionsrisiko, einer schlechteren Immunresilienz und einer veränderten Impfreaktion beitragen. Bislang wurde nur selten untersucht, wie sich diese Einflüsse auf virale Immunantworten bei Schwangeren, Kindern und Jugendlichen auswirken. Das vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordinierte Verbundprojekt EMVIC will diese Lücke schließen und nutzt dafür Daten aus der Mutter-Kind-Kohorte LiNA des UFZ. Das Projekt, an dem neben dem UFZ die Universität Leipzig, die Medizinische Hochschule Hannover und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) beteiligt sind, startet am 1. Juli.
22.06.2026
Portrait von Craig Crews
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Der Förderverein des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und die Technische Universität Braunschweig zeichnen Prof. Dr. Craig M. Crews (Yale University, USA) mit der Inhoffen-Medaille 2026 aus. Craig Crews gilt als Pionier innovativer therapeutischer Ansätze. Mit der Auszeichnung der Inhoffen-Medaille werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der organischen Chemie und der Wirkstoffforschung gewürdigt. Die Verleihung fand im Rahmen der 31. Hans Herloff Inhoffen-Vorlesung im Haus der Wissenschaft in Braunschweig am 11. Juni 2026 statt.
12.06.2026
Impfung liegt auf Impfpass
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Vom 19. bis 21. Mai 2026 fand die Jahrestagung des European Vaccines Hub (EVH) für Pandemievorsorge in der Alten Universität der Philipps-Universität Marburg statt. Der EVH ist eine paneuropäische öffentlich-private Partnerschaft, die im Rahmen des EU4Health-Programms von der Europäischen Exekutivagentur für Gesundheit und Digitales (HaDEA) im Auftrag der Behörde für Gesundheitsnotfallvorsorge und -reaktion (GD HERA) der Europäischen Kommission kofinanziert wird. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) ist eine angegliederte Einrichtung der Initiative und leitet ein Arbeitspaket zu Datenmanagement und KI.
10.06.2026
 Larven der Großen Wachsmotte
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Forschende des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) haben gezeigt, dass sich Larven der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) als alternatives Infektionsmodell eignen, um die Gefährlichkeit von Bakterien im größeren Maßstab zu untersuchen. Dadurch könnten Tierversuche an Säugetieren künftig deutlich reduziert werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in „The Lancet Microbe“ veröffentlicht.
08.06.2026
Schere schneidet DNA-Helix
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Bakterien können eindringende Viren mit molekularen Scheren abwehren, die virale DNA zerschneiden. Dieses System – CRISPR genannt – weckt große Hoffnungen für Genbearbeitungstherapien. Doch Viren können mit einem Trick verhindern, dass diese Scheren überhaupt erst entstehen. In einem Artikel im Fachmagazin Nature beschreiben Wissenschaftler:innen der Universität von Kalifornien, San Francisco (UCSF, USA) in Zusammenarbeit mit Forschenden des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, wie ein virales Anti-CRISPR-Protein an der bakteriellen Proteinfabrik, dem Ribosom, bindet und diese blockiert, sobald sich das CRISPR-Protein Cas12 zu bilden beginnt. Dies löst die „Qualitätskontrolle“ des Ribosoms aus. In der Folge wird das entstehende Protein zusammen mit seinem Boten-RNA-Bauplan zerstört. Das HIRI ist ein Standort des HZI in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).
02.06.2026

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