Mit der Übernahme geht der Standort in die Verantwortung eines jungen privatwirtschaftlichen Unternehmens über. AveThera plant, die vorhandenen Kompetenzen und Infrastrukturen gezielt weiterzuentwickeln, um innovative biopharmazeutische Lösungen voranzubringen. Die neue Eigentümerin bringt zusätzliche Perspektiven und Ressourcen ein, die eine optimale Nutzung der bestehenden Technologien und des Fachwissens ermöglichen.
„Es ist ein starkes Signal, dass die Produktionskapazitäten und die hochqualifizierten Mitarbeitenden am Standort Braunschweig erhalten bleiben“, sagt Christian Scherf, Administrativer Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. „Die Fortführung durch AveThera stärkt den Innovationscampus und eröffnet neue Perspektiven für Kooperationen zwischen Forschung und industrieller Entwicklung sowie für den Technologietransfer aus der Forschung in die Anwendung.“
AveThera wird den Produktionsbetrieb ab 16.3.2026 weiterhin in den Räumlichkeiten des HZI durchführen. Dabei handelt es sich um eine Herstellung nach GMP („Good Manufacturing Practice“) – internationalen Qualitätsstandards, die sicherstellen, dass Arzneimittel und Medizinprodukte zuverlässig und sicher produziert werden. Die bestehenden Kapazitäten bleiben vollständig erhalten. Damit stehen auch künftig spezialisierte Infrastruktur, die Expertise erfahrener Fachkräfte und industrielle Herstellungskompetenz am Standort zur Verfügung.
„Der Standort am Science Campus Braunschweig-Süd bietet hervorragende Voraussetzungen für die Weiterentwicklung moderner biopharmazeutischer Herstellungsprozesse. Wir freuen uns darauf, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen, unsere Produktionskapazitäten auszubauen und gemeinsam mit Partnern am Science Campus neue Kooperations- und Innovationsprojekte zu realisieren“, erklärt die AveThera GmbH.
AveThera beabsichtigt, den überwiegenden Teil der Produktionskapazität für die eigene Produktentwicklung zu nutzen und zugleich Kapazitäten für externe Auftragsprojekte bereitzustellen. Dadurch entstehen perspektivisch zusätzliche Möglichkeiten für Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Spin-offs und Industriepartnern in der Region.