Rund 160 internationale Expert:innen aus Wissenschaft und Klinik trafen sich zu der Konferenz in Hannover, die das Centre for Individualised Infection Medicine (CiiM) in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) sowie der VolkswagenStiftung veranstaltete. Auch der Exzellenzcluster RESIST war mit einer eigenen wissenschaftlichen Session vertreten.
Lehren aus der Pandemie – Individualisierung als Schlüssel
Die COVID-19-Pandemie hat deutlich gemacht, wie unterschiedlich Infektionskrankheiten verlaufen können und wie entscheidend personalisierte Strategien für wirksame Prävention, frühzeitige Prädiktion von Krankheitsverläufen sowie präzise Therapien sind. Individualisierte Infektionsmedizin verbindet diese Ansätze mit dem Ziel, Wirksamkeit zu erhöhen, Nebenwirkungen zu reduzieren und Ressourcen effizient einzusetzen.
Wissenschaftlicher Austausch und Förderung des Nachwuchses
Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Videogrußwort des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Falko Mohrs sowie Begrüßungen durch den Vorstand der VolkswagenStiftung Georg Schütte, die CiiM-Direktor:innen Prof. Yang Li und Prof. Markus Cornberg, den wissenschaftlichen Geschäftsführer des HZI Prof. Josef Penninger und Prof. Heiner Wedemeyer als Vertreter der MHH. Das anschließende wissenschaftliche Programm umfasste 28 Fachvorträge, darunter sieben Keynotes, sowie mehrere thematische Sessions zu aktuellen Forschungsfragen der individualisierten Infektionsmedizin. Zu den internationalen Höhepunkten zählten unter anderem Vorträge von Prof. Facundo Batista (Ragon Institute of Mass General, MIT and Harvard), welcher zeigte, wie ein präzises Verständnis von Antikörperantworten das rationale Design von Impfstoffen verbessern kann, sowie von Prof. Mihai Netea (Radboud University Medical Center) zur Variation und Adaptation menschlicher Immunantworten als Grundlage personalisierter Therapiestrategien. Posterwalks, Lightning Talks für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie die Vergabe eines Posterpreises unterstrichen die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und den internationalen Austausch.