Hans Herloff Inhoffen Vorlesung

  • Überblick

    Diesjähriger Inhoffen-Preisträger:

    Prof. Dr. Herbert Waldmann, Max-Planck-Institut für Physiologie, Dortmund

     

    Verleihung der Förderpreise sowie des von der Familie Wagner gestifteten Fritz Wagner-Preises durch Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Klein Vorsitzender des Fördervereins des HZI

     

    HANS HERLOFF INHOFFEN (1906 – 1992) Hans Herloff Inhoffen, am 9. März 1906 in Hannover geboren und am 31. Dezember 1992 in Konstanz gestorben, studierte Chemie an den Universitäten Berlin, Bonn und London und promovierte 1931 in Berlin. Seine akademische Laufbahn führte ihn über Göttingen – als Assistent von Windaus – London und Marburg im Jahre 1946 nach Braunschweig auf den Lehrstuhl für Organische Chemie, den er bis 1979 inne hatte. In den Jahren 1936 bis 1945 war er als Abteilungsleiter im Hauptlaboratorium der Schering AG in Berlin tätig, in diese Zeit fiel auch 1943 seine Habilitation an der Universität Göttingen. Das wissenschaftliche Lebenswerk von Hans Herloff Inhoffen ist durch herausragende Syntheseleistungen auf dem Gebiet der organischen Naturstoff-Chemie gekennzeichnet. In die Schering-Zeit fällt zum Beispiel die erstmalige Synthese der oral wirksamen weiblichen Sexualhormone Östrogen und Gestagen. Im Universitätslabor gelang ihm u. a. die Synthese des β-Carotins (1950) und des Vitamins D3 (1959) sowie die Partialsynthese des Chlorophylls b. Ein bleibendes Denkmal in der Forschungslandschaft errichtete sich Hans Herloff Inhoffen durch die Gründung des „Instituts für Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik“, die 1965 gemeinsam mit Braunschweiger und Göttinger Hochschullehrern erfolgte. Von 1965 bis 1970 wirkte er als Direktor dieses Instituts, das sich im Laufe der Jahre strukturell und inhaltlich wandelte und heute als „Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung“ weiterlebt.

     

    Bisherige Preisträger:

     

    1994 G. Quinkert, Universität Frankfurt

    1995 A. Eschenmoser, ETH Zürich

    1996 K. C. Nicolaou, Scripps Institute, La Jolla, USA

    1997 Sir Alan R. Battersby, Universität Cambridge, GB

    1998 E. Winterfeldt, Universität Hannover 1999 C. Djerassi, Stanford University, USA 2000 R. Wiechert, Berlin

    2001 P. Potier, CNRS, Gif-sur-Yvette, Frankreich

    2002 H. Kessler, Universität München

    2003 M. Reetz, Mülheim an der Ruhr

    2005 W. Boland, Max-Planck-Institut, Jena 2006 G. Höfle und H. Reichenbach, Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (heute HZI), Braunschweig

    2007 F. Diederich, ETH Zürich/CH

    2008 S. V. Ley, University of Cambridge, UK

    2009 W. Fenical,University of California, USA


    Datum: 29.04.2010, 15:00

    Veranstaltungsort

    Aula der Technischen Universität Braunschweig

    Gastgeber

    Förderverein des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung