24.03.2021

Welttuberkulosetag 2021: Neue Wirkstoffe gegen eine alte Krankheit

"Ziel ist es, in drei Jahren eine Leitstruktur für neues Antibiotikum zu identifizieren"

Jährlich infizieren sich etwa 10 Millionen Menschen mit Tuberkulose und 1,4 Millionen sterben daran. Damit ist Tuberkulose nicht nur eine der am weitesten verbreiteten, sondern auch die tödlichste Infektionskrankheit. Ähnlich wie Malaria oder HIV ist die Prävalenz von Tuberkulose stark von gesellschaftlichen Faktoren abhängig; sie gilt als klassische Armutskrankheit. Neben mangelnder medizinischer Versorgung stehen der Eindämmung von Tuberkulose weitere Probleme wie Antibiotikaresistenzen und unerwünschte Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Medikamenten entgegen.

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Mycobacterium tuberculosis (in rosa).Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Mycobacterium tuberculosis. © HZI / Manfred RohdeDie Abteilung Mikrobielle Naturstoffe des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), einem gemeinsamen Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) mit der Universität des Saarlands, sucht in Bodenbakterien nach neuen Wirkstoffen, die diese Probleme lösen sollen. Der jährliche Welttuberkulosetag am 24. März erinnert an die Entdeckung des Erregers Mycobacterium tuberculosis durch Robert Koch an diesem Tag des Jahres 1882.

Portrait Jennifer HermannJennifer Herrmann, Wissenschaftlerin in der Abteilung „Mikrobielle Naturstoffe“ am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS). © HIPS/Sari Rasheed Jennifer Herrmann, Wissenschaftlerin am HIPS, spricht im Rahmen des Welttuberkulosetages über die Epidemiologie der Krankheit und ihre aktuelle Forschung an neuen Wirkstoffen gegen den Tuberkulose-Erreger.

Zum Interview mit Wirkstoffforscherin Jennifer Herrmann

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