02.02.2024

Vom Computer in die Apotheke

Antragsskizze zur Wirkstoffforschung der Saar-Universität mit Beteiligung des HIPS nimmt erfolgreich erste Hürde

Am Freitag, den 2. Februar 2024, haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) bekannt gegeben, welche Skizzen für neue Exzellenzcluster zur Stellung von Vollanträgen eingeladen werden. Die Universität des Saarlandes (UdS) hat mit ihrer Skizze „nextAID³ – Nächste Generation der Kl-getriebenen Wirkstoffentdeckung und -entwicklung“ diese erste Hürde erfolgreich genommen.

Logo von nextAID³© nextAID³ Im UdS-Schwerpunktbereich NanoBioMed plant das Cluster nextAID³ neue und innovative Wege für eine KI-getriebene Wirkstoffforschung und -entwicklung. Um experimentelle und computergestützte Forschung erfolgreich miteinander verknüpfen zu können, wurde für nextAID³ ein interdisziplinäres Team aus über 40 Forschenden zusammengestellt. Neben Professorinnen und Professoren der UdS und des Universitätsklinikums Homburg sind auch Gruppenleiter:innen des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), des Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit (CISPA), des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und des Leibniz Instituts für Neue Materialien (INM) am Antrag für das Exzellenzcluster beteiligt. Das HIPS ist ein Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Zusammenarbeit mit der UdS.

Als Teil des dreiköpfigen Sprecherinnen-Teams von nextAID³, ist mit Anna Hirsch auch eine HIPS-Wissenschaftlerin maßgeblich für die Ausgestaltung sowie die Koordination des geplanten Exzellenzclusters verantwortlich. Gemeinsam mit den beiden Uni-Professorinnen Andrea Volkamer, die ebenfalls am HIPS affiliiert ist, und Martina Sester hat sie als designierte Sprecherin nun die Aufgabe, den Vollantrag für nextAID³ auf den Weg zu bringen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Antragsskizze zu nextAID³ in der ersten Runde bestehen konnte und werden nun alles daransetzen, einen erfolgreichen Vollantrag auszuarbeiten“, sagt Anna Hirsch. „In den vergangenen Jahren hat die Universität zusammen mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Saarland bereits ein einzigartiges Forschungsökosystem im Bereich Wirkstoffforschung aufbauen können. Hierzu zählen Entwicklungen wie die gemeinsame Forschungsplattform PharmaScienceHub, die Forschungsallianz Pharmazeutische Forschung Saarland oder die EU-geförderte TALENTS-Graduiertenschule. Auf diese Entwicklungen wollen wir mit nextAID³ aufbauen und Forschende aus den unterschiedlichen Disziplinen der Naturwissenschaften, der Medizin, und der Informatik noch besser miteinander vernetzen.“

Das Team hinter nextAID³ hat jetzt bis August Zeit, den Vollantrag auszuarbeiten.

Hintergrund Exzellenzstrategie

Das international besetzte Expertengremium hat 143 Antragsskizzen begutachtet, von denen 41 für die Vollantragsstellung ausgewählt wurden. Diese dürfen jetzt von den Universitäten bis August zu ausführlichen Vollanträgen ausgearbeitet werden. Die Vollanträge werden dann parallel zu den Fortsetzungsanträgen der zur Verlängerung anstehenden 57 Exzellenzcluster begutachtet. Nach Bekanntgabe der künftigen Exzellenzcluster am 22. Mai 2025 startet ihre Förderung am 1. Januar 2026.

Für die Förderlinie Exzellenzcluster beabsichtigen Bund und Länder, ab 2026 jährlich insgesamt rund 539 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Es sollen damit sieben Jahre lang bis zu 70 Exzellenzcluster gefördert werden, die Fördergelder im Umfang von jeweils drei bis zehn Millionen Euro pro Jahr erhalten werden.

Weitere Informationen:

Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder: https://www.exzellenzstrategie.de/

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates: https://www.dfg.de/de/service/presse/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung-nr-04

Webseite des Clustervorhabens nextAID³:
https://www.uni-saarland.de/forschen/nextaid3.html

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