MRSA – der gefürchtete Keim

Einer der gefürchtetsten Krankenhauskeime ist MRSA. Diese Abkürzung steht für „Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus“. Methicillin ist ein Prüf-Antibiotikum, mit dem die Empfindlichkeit von Krankheitserregern gegen Antibiotika getestet wird. Keime, die gegen diesen Test-Wirkstoff resistent sind, sind es auch gegen nahezu alle anderen Antibiotika. Und genau da liegt das Problem, denn wenn unser Immunsystem geschwächt ist, kann der Keim gleich eine ganze Reihe von Infektionen auslösen. Die Bandbreite reicht von Wundinfektionen über Muskelerkrankungen bis zur tödlichen Sepsis.
Am größten ist die Gefahr in Krankenhäusern, wo die Übertragungsrate von Mensch zu Mensch besonders hoch ist. MRSA ist zwar nicht der gefährlichste Krankenhauskeim, aber der bekannteste. Er löst etwa 30 Prozent aller Krankenhausinfektionen aus. Jährlich sterben bis zu 2000 Patienten daran.
Am 25. Oktober 2014 widmet sich die Reihe „KrankheitsErregend“ am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) dem gefürchteten Keim.

 

Referenten

Prof. Iris F. Chaberny
Universitätsklinikum Leipzig (zurzeit Medizinische Hochschule Hannover)
Staphylococcus aureus als Problemkeim im Krankenhaus

Prof. Gérard Krause
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
MRSA – Auch außerhalb von Krankenhäusern ein Problem? 

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