KrankheitsErregend: AIDS – Die tödliche Immunschwäche

Die großen Seuchen – eine Vortragsreihe am HZI

HIV

AIDS – Die tödliche Immunschwäche In den 80er Jahren geriet eine neue Seuche weltweit in die Schlagzeilen und alarmierte die Menschen: Das geschwächte Immunsystem der Opfer konnte Krankheitserreger kaum abwehren. Deshalb taufte man die neue Krankheit auf den Namen „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (AIDS). Es sollte noch einige Jahre dauern, bis Forscher als Ursache das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) identifizierten. Bis heute ist AIDS nicht heilbar und stellt insbesondere in Entwicklungsländern eine enorme Bedrohung dar. Welche Gefährdung noch immer von dem Erreger ausgeht, welche Therapien es gibt und wie Forscher daran arbeiten, die Krankheit besser zu verstehen, darum geht es am 24. November bei der Abschlussveranstaltung der Reihe „KrankheitsErregend“ am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI). Ein Mediziner wird außerdem die - im Vergleich mit anderen Epidemien noch relativ kurze - Geschichte dieser Infektionskrankheit beleuchten.

  • Overview

    Im Mittelalter entvölkerte die Pest, der „Schwarze Tod“, weite Landstriche Europas: Mitte des 14. Jahrhunderts starben nach Schätzungen ein Drittel aller Menschen in Europa an der Krankheit. Die Katastrophe wirkte sich auf Geschichte, Kultur und Religion jenes Zeitalters dramatischer aus als mancher Krieg. Auch spätere Epidemien beeinflussten Bewusstsein und Lebensgefühl der Menschen erheblich. Weil die Tuberkulose besonders während der industriellen Revolution ähnlichen Schrecken verbreitete wie einige Jahrhunderte zuvor die Pest und die Erkrankten blass erscheinen, nannte man sie „weiße Pest“. Noch heute zählt Tuberkulose zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Die Spanische Grippe, die im Jahr 1918 wütete, kostete mehr Menschen das Leben als der vorangegangene Erste Weltkrieg. Und die AIDS-Epidemie, die in den frühen 80er Jahren ihren Ausgang nahm, veränderte nicht nur Lebensgewohnheiten und Sexualverhalten vieler Millionen Menschen, sie verschob auch die demographischen, politischen und wirtschaftlichen Gewichte ganzer Kontinente, insbesondere Afrikas.

    Was sind die biologischen und medizinischen Ursachen dieser Seuchen-Katastrophen? Wie entstehen sie, wie verschwinden sie wieder? Welche Rolle spielen die einstigen „Geißeln der Menschheit“ heute noch, und welche neuen Infektionskrankheiten könnten uns künftig zu schaffen machen?

    Mit diesen Fragen befasst sich im Herbst die Vortragsreihe „Die großen Seuchen“ am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Das HZI organisiert die Reihe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). An vier Samstagvormittagen informieren Fachleute über jeweils eine weltgeschichtlich bedeutsame Epidemie. Es gibt je eine Veranstaltung zu Pest, Tuberkulose, Grippe und AIDS.

    Alle interessierten Bürger sind zu den Vorträgen eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht nötig.


    Date: 24.11.2012, 10:30

    Location

    Helmholtz Centre for Infection Research

    Building and room

    Forum, X0.13

  • Programme

    Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 10:30 Uhr und enden voraussichtlich um 12:30 Uhr. Bei den Vortrags-Events werden drei Referenten zu hören sein, die jeweils etwa 20 Minuten sprechen: Ein Medizinhistoriker, ein klinischer Mediziner und ein Grundlagenforscher, der über neueste Erkenntnisse zum Thema berichten wird.

    Im Anschluss bietet eine moderierte Diskussion Gelegenheit zu Zuschauer-Fragen.

     

     

    REFERENTEN

     

    Prof. Michael Hoelscher
    Ludwig-Maximilians-Universität München, Abt. für Infektions- und Tropenmedizin
    Die weltweite HIV-Epidemie – Geschichte, Gegenwart, Zukunft

     

    Prof. Frank-Detlef Goebel
    Medizinische Klinik IV der  Ludwig-Maximilians-Universität München
    Zur Klinik und Therapie der HIV-Infektion

     

    Prof. Georg Behrens
    Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Immunologie und Rheumatologie
    HIV2020 – Was ist von der AIDS-Forschung zu erwarten?

     

     

  • Directions

    How to find us in Braunschweig

    Lage des Helmholtz-Zentrums in der Stadt Braunschweig.

    Address

    Helmholtz Centre for Infection Research

    Inhoffenstraße 7

    38124 Braunschweig

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    • A391 motorway interchange Kreuz BS Süd > A395 direction Wolfenbüttel
    • A395 till exit BS-Stöckheim > turn right into Mascheroder Weg
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    Train

    Braunschweig Central Station has got two Intercity-Express-Lines, which are connecting Berlin-Braunschweig-Göttingen-Fulda-Frankfurt-Mannheim. 

    Two other Intercity-Lines are in direction to Leipzig, Halle, Magdeburg and Hannover, Bremen, Oldenburg, Bielefeld, Wuppertal and Köln.

    Here you'll get more information about the timetable.

    Bus or Tram

    Bus line 431 or Tram line 1 from central station to stop "Stöckheimer Markt". Turn left into "Mascheroder Weg" and after 500m turn right into "Inhoffenstraße". 

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    Airplane

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    From the International Airport Frankfurt you can reach Braunschweig in 180 minutes by train and it's about 350km away.

    Berlin's Airports Schönefeld and Tegel are 120 minutes away from Braunschweig (230km). A train in direction of Braunschweig leaves every hour.


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