Glossar

  • B-Zellen

    Definition

    B-Zellen sind...

    Auch B-Lymphozyten; machen gemeinsam mit den T-Zellen das adaptive Immunsystem aus. Werden sie durch Antigene aktiviert, entwickeln sie sich zu Plasmazellen, die Antikörper herstellen. Antikörper werden bei Vögeln in der sogenannten Bursa fabricii gebildet, daher der Name B-Zellen. Beim Menschen entstehen sie im Knochenmark. Ein Mensch hat etwa 10 Milliarden verschiedene spezifische B-Zellen, die unterschiedliche Antigene erkennen können.

  • Bacillus anthracis

    Definition

    Bacillus anthracis ist...

    Milzbrand-Erreger. Dieses Bakterium kann in Sporenform Jahrzehnte im Erdboden überdauern. Gelangt es durch Wunden in den Körper oder wird es eingeatmet, verursacht es durch das ausgeschiedene Gift, das sogenannte Anthrax-Toxin,
    massive Schädigungen.

  • Bakterien

    Bakterien sind...

    Mikroorganismen, die sich durch Zellteilung vermehren und keinen Zellkern besitzen. Bakterien sind daher Prokaryoten. Man unterteilt sie abhängig von der Struktur der Zellwand in die Gruppe der Gram-positiven und die der Gram-negativen Bakterien. Viele Bakterien leben in unserem Körper und sind wichtig für unsere Gesundheit, andere rufen Krankheiten hervor. Ein im Labor häufig genutzter Modellorganismus ist Escherichia coli.

  • Bakteriophagen

    Definition

    Bakteriophagen sind...

    Viren, die Bakterien infizieren. Im Labor können Bakteriophagen genutzt werden, um Gene in Bakterien einzuschleusen.

  • Bazillen

    Umgangssprachliche Bezeichnung für Bakterien. Die eigentlichen Bacilli (Klasse) bilden innerhalb der Bakterien eine eigene Gattung (Bacillus). Beispiel: Bacillus anthracis, Bacillus subtilis

  • Biodegradation

    Definition

    Unter Biodegradation versteht man...

    Der chemische Abbau organischen Materials auf biologischem Weg, beispielsweise durch Mikroorganismen.

  • Biofilm

    Definition

    Unter einem Biofilm versteht man...

    Auf Oberflächen vorkommende Gemeinschaft aus Bakterien oder Pilzen, die in eine Schleimschicht eingebettet sind. Im Körper schützen sie sich so vor dem Immunsystem und vor Antibiotika. Biofilme spielen z. B. bei Zahnkaries eine Rolle und entstehen auf Implantaten und Kathetern. Wissenschaftler suchen nach Möglichkeiten, Biofilme aufzulösen, um schwere Infektionen zu verhindern.

  • Blut-Hirn-Schranke

    Definition

    Die Blut-Hirn-Schranke ist...

    Grenzfläche, die das zentrale Nervensystem vom zirkulierenden Blutkreislauf des restlichen Körpers abgrenzt und vor möglicherweise schädlichen Substanzen schützt. Sie reguliert den Transport wichtiger Moleküle und hält stabile Milieubedingungen aufrecht.

  • Blutgerinnung

    Definition

    Unter Blutgerinnung versteht man...

    Lebenswichtiger und schneller Prozess, der verhindert, dass bei einer Verletzung zu viel Blut verloren geht und der die Wundheilung ermöglicht. Sofort nach der Verletzung verengen sich die Gefäße. Blutplättchen (Thrombozyten) heften sich an die verletzte Stelle an und verkleben miteinander. Dieser Pfropf wird durch ein Netz aus Fibrinfasen verstärkt. Eine ganze Kaskade von Gerinnungsfaktoren ist an diesem Prozess beteiligt. Genetische Defekte können zu einer erhöhten Neigung zur Blutung (Hämophilie) oder Gerinnselbildung (Thrombose) führen.

DruckenPer Mail versendenTeilen