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Ausgabe September 2016

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Neuigkeiten aus der Forschung

Doppel-Infektion macht Erreger aggressiver


Das Bakterium Streptococcus pneumoniae, ein verbreiteter Auslöser von Lungenentzündungen, ist für Grippe-Patienten noch deutlich gefährlicher als für Gesunde. Nach einer „Doppel-Infektion“ mit Grippeviren und Streptococcus pneumoniae verläuft die Erkrankung stets besonders schwer, oft sogar tödlich. Dabei variieren die Abwehrreaktionen des Körpers auf das Bakterium sehr stark, je nach Bakterien-Stamm werden unterschiedliche Immunzellen und Botenstoffe aktiv: Das stellten Wissenschaftler des HZI und der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg gemeinsam mit Partnern in Schweden und Berlin bei Versuchen mit Mäusen fest. Ihre Erkenntnisse könnten die Möglichkeit eröffnen, Mehrfach-Infektionen dieser Art künftig zielgerichteter zu behandeln.



Strategien multiresistenter Erreger in der Nase verstehen


Staphylococcus aureus ist ein oft multiresistenter Erreger von Wundinfektionen und kommt bei 20 bis 30 Prozent der Menschen als natürlicher Begleiter hauptsächlich in der Nasenflora vor. Um sein Verhalten in dieser Umweltnische besser zu verstehen, führten Wissenschaftler des HZI jetzt erstmals eine sogenannte Transkriptom-Studie durch, eine Analyse aller in der Zelle aktiven Gene. Das Ergebnis: Der Keim zeigt eine sehr gute Stressanpassung, indem er seinen Stoffwechsel adaptiert. Dadurch ist er in der Lage, seine Zellwandzusammensetzung zu verändern oder niedermolekulare organische Verbindungen aufzunehmen oder zu synthetisieren und dadurch erhöhte Salzkonzentrationen in der Nase zu überleben. Die Erkenntnisse aus den genetischen Analysen des Keims im Wirt und die Gemeinsamkeiten zwischen unterschiedlichen Stapyhlococcus aureus-Arten könnten zukünftig dabei helfen, multiresistente Krankheitserreger in der Nase von Patienten in Krankenhäusern zu bekämpfen.



Salmonellen unter die Lupe genommen


Bakterien der Gattung Salmonella können über verdorbene oder verunreinigte Nahrungsmittel in den menschlichen Körper gelangen und schwere Durchfallerkrankungen auslösen. Allerdings besitzen Salmonellen auch eine hilfreiche Eigenschaft: Sie können Tumore besiedeln, die dadurch für das Immunsystem sichtbar und von ihm bekämpft werden. Das Problem: Die Salmonellen-Infektion kann bei  Krebspatienten zum Tod führen. Für einen möglichen therapeutischen Einsatz der Bakterien suchen HZI-Wissenschaftler nach Wegen, die Bakterien unschädlich zu machen und sie gleichzeitig dazu zu bringen, im Tumorgewebe Anti-Krebswirkstoffe freizusetzen. Untersuchungen an verschiedenen Ansatzpunkten der Salmonellen haben die Wissenschaftler nun einen Schritt weitergebracht.



Neuigkeiten aus dem Zentrum

HZI-Wissenschaftler und Kliniker forschen gemeinsam, um Vorsorgestrategien für Infektionen mit humanen Papillomviren anzupassen


Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Einige Virentypen können Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten verursachen. Braunschweiger Wissenschaftler vom HZI kooperieren jetzt in einer neuen Studie mit der Frauenklinik des Klinikums Wolfsburg, um ein HPV-Typ-spezifisches Modell für den Krankheitsverlauf von HPV-Infektionen zu entwickeln. Dazu werden klinische Daten aus großen populationsbasierten Studien der Frauenklinik in Zusammenarbeit mit einer epidemiologischen Arbeitsgruppe vom HZI ausgewertet. Die Studie wird von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft mit 15.000 Euro gefördert und soll es zukünftig erlauben, die Vorsorge- und Screeningstrategien für HPV-Infektionen anzupassen.



EU fördert Forschung zur Diagnostik und Therapie antibiotikaresistenter Bakterien in Biofilmen


Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Dr. Alexander Titz, Leiter der Nachwuchsgruppe „Chemische Biologie der Kohlenhydrate“ des HZI und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) für seine Forschung einen mit knapp 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant bewilligt. Die Gruppe ist am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) in Saarbrücken angesiedelt, dem gemeinsamen Standort des HZI und der Universität des Saarlandes.



1,5 Millionen Euro für exzellente Infektionsforschung


Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Prof. Dr. Andreas Müller, Institut für Molekulare und Klinische Immunologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), einen mit knapp 1.5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant bewilligt. Damit wird seinem Forschungsprojekt „Dissecting the interplay between the dynamics of immune responses and pathogen proliferation in vivo“ internationale wissenschaftliche Exzellenz bescheinigt. Prof. Müller leitet seit 2013 die Gruppe "Intravitalmikroskopie von Infektion und Immunität", welche ihren Sitz an der Universität Magdeburg hat und gemeinsam vom HZI und der OVGU finanziert wird.



Internationales Legionellen-Symposium: Experten aus aller Welt trafen sich am HZI


Hier fühlen sie sich am wohlsten – in Klimaanlagen, Kühltürmen, Wasserleitungen, Schwimmbädern und Duschen: Legionellen. Infiziert sich der Mensch mit dem bakteriellen Krankheitserreger, kann das ohne Behandlung rasch zum Tode führen. Doch wie wirkt das Pathogen im menschlichen Körper? Unter welchen Bedingungen vermehrt es sich? Wie kann man das Legionellen-Risiko in komplexen Wasserleitungssystemen verringern? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Wissenschaftler aus aller Welt beim "International Symposium on Legionella" am 6. und 7. September 2016 am HZI.



Gilead Sciences fördert translationale HIV-Forschung am HZI-Standort TWINCORE und MHH


Seit 33 Jahren ist das HI-Virus bekannt und hat seitdem geschätzte 40 Millionen Menschenleben gefordert – erfolgreiche aber aufwändige Therapien gibt es, Heilung nicht. Die Tücke: Das Virus schreibt seine eigene Erbinformation zwischen die Gene ausgerechnet der Immunzellen, die eigentlich für seine Abwehr zuständig wären - und wird damit selbst zu einem Teil der Zelle. Das Gilead Förderprogramm "Infektiologie 2016" unterstützt nun Wissenschaftler des TWINCORE, dem Standort des HZI und der Medizinischen Hochschule Hannover bei der Erforschung eines neuen, innovativen Therapieansatzes gegen das Virus mit 50.000 Euro.



Allianz der Wissenschaftsorganisationen startet Informationsinitiative zu tierexperimenteller Forschung


Die Wissenschaft in Deutschland will mit einer neuen Initiative umfassend und transparent über Tierversuche in der Forschung informieren. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen stellte dazu am Dienstag, dem 6. September 2016, in Berlin ihr gemeinsames Projekt „Tierversuche verstehen“ vor. Diese bietet auf einer Internetplattform und über die Sozialen Medien vielfältiges Informationsmaterial an, vermittelt Experten und ermöglicht interaktiv Diskussionen.



"Forschung kann auf Experimente mit Tieren derzeit nicht verzichten"


Vor kurzem startete die Allianz der Wissenschaftsorganisationen eine Informationsinitiative zu tierexperimenteller Forschung. Die in enger Kooperation von Wissenschaftlern und Kommunikationsfachleuten entstandene Initiative "Tierversuche verstehen" richtet sich an Öffentlichkeit und Medien und versteht sich als weiterer Beitrag der Wissenschaft zur Versachlichung der Diskussion über Notwendigkeiten, Nutzen und Alternativen tierexperimenteller Forschung. Auch Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, äußerte sich in einem kurzen Statement dazu.



Veranstaltungen

Tatsachen? Forschung unter der Lupe: „Gesundheitsstudien - Was habe ich davon?“


Am 20. Oktober 2016 dreht sich im Haus der Wissenschaft Braunschweig alles um das Thema Gesundheitsstudien und die Frage "Was habe ich davon?"Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und findet in der Aula statt.



8. TWINCORE Symposium: "Immunomodulation and evasion in infection"


Das TWINCORE Symposium findet 2016 bereits zum achten Mal statt. Dieses Jahr treffen sich internationale Wissenschaftler am 1. September 2016 in Hannover zum Thema "Immunomodulation and evasion in infection". Veranstaltungsort ist das Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung. Weitere Informationen sind in Kürze auf der offiziellen Seite abrufbar.



Jürgen Wehland Symposium NoRDI VII und Jürgen-Wehland-Preis




Das 7. NoRDI-Symposium findet am 27. Oktober 2016 ab 10:00 Uhr im Forum des HZI statt und befasst sich mit dem Thema „Infection: Persistence, Resistance and Therapy". Diskutiert werden die Schlüsselmechanismen von Persistenz und und Resistenzen, die Infektionserreger ausbilden. Zudem werden innovative Therapien zur Bekämpfung von Erregern vorgestellt. Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms wird zudem zum vierten Mal der Jürgen-Wehland-Preis für Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Infektionsforschung verliehen.



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