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Ausgabe vom 4. November 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

heute erhalten Sie unseren aktuellen Newsletter, mit dem wir Sie gerne über Neuigkeiten aus dem Zentrum informieren möchten.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Ihre HZI Presse und Kommunikation



Veranstaltungen

HZI-Vortragsreihe "KrankheitsErregend" am 5. und 19.11.2016


Neu auftretende Infektionskrankheiten stehen 2016 im Fokus der Vortragsreihe „KrankheitsErregend“, die das HZI bereits zum fünften Mal ausrichtet. An drei Samstagvormittagen informieren wir Sie über Zika, Ebola und Hepatits E. Diese Infektionskrankheiten beherrschen immer wieder die Schlagzeilen und stellen Wissenschaft und Politik vor neue Herausforderungen. Im Anschluss bietet eine moderierte Diskussion Gelegenheit für Zuschauerfragen.



10.11.2016: Das 2. Alumni Symposium


Das HZI veranstaltet zum zweiten Mal ein Treffen der HZI-Alumni, zu dem auch Doktoranden und Postdocs des HZI herzlich eingeladen sind. Es startet am 10. November 2016 um 10 Uhr im Forum. Im Zentrum steht der Austausch der Alumni untereinander und mit den Wissenschaftlern des HZI.



10.11.2016: Podiumsdiskussion: Neue Antibiotika – Welche Chancen haben wir im Wettlauf mit den Bakterien?


Der diesjährige Welt-Antibiotika-Tag rückt den richtigen Umgang mit Antibiotika wieder stärker in den Fokus. Diese Wunderwaffen der Medizin haben schon viele Menschenleben gerettet. Sie werden allerdings zunehmend stumpfer. In Krankenhäusern treten immer häufiger multiresistente Keime auf, gegen die gängige Medikamente wirkungslos geworden sind. Experten warnen davor, dass Antibiotika-Resistenzen uns langfristig in eine globale Gesundheitskrise führen können.



11.11.2016: Presseworkshop mit Laborbesuch zum Thema "Neue Antibiotika aus dem HZI"


Das HZI möchte Ihnen einen Blick hinter die Kulissen unserer modernen Wirkstoffentwicklungs-Kette, die vom mikrobiellen Naturstoff bis zum Wirkstoffkandidaten für die Industrie führt, ermöglichen. Die HZI-Experten beantworten Ihre Fragen in Hintergrundgesprächen zu den aktuellen Herausforderungen in der Antibiotikaforschung und zur zukünftigen Strategie der Wirkstoffforschung am Zentrum.



17.11.2016: Tatsachen? Forschung unter der Lupe: Intelligente Messsysteme – Fluch oder Segen?


Wenn Deutschland einmal vollständig mit Strom aus Sonnen- und Windkraft versorgt werden soll, muss man den Strombedarf genau kennen, um ihn flexibel erzeugen zu können. Dafür braucht man „intelligente Stromnetze“, Smart Grids, deren Einführung die EU bereits vor einigen Jahren beschlossen hat. Doch intelligente Netze brauchen „intelligente Stromzähler“ (Smart Meter). Diese Veranstaltung wird von unserem Kooperationspartner Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) im Haus der Wissenschaft ausgerichtet.



Neuigkeiten aus der Forschung

Wie sich Abwehrzellen orientieren


Wenn sich bestimmte Zellen des Immunsystems auf der Suche nach Krankheitserregern durch die Gewebe des Körpers bewegen, bilden sie dabei Ausstülpungen an ihrer Vorderseite. Wissenschaftler des HZI  haben nun gemeinsam mit Kollegen des Institute of Science and Technology Austria (IST) bei Wien herausgefunden, dass die Zellen ohne diese Ausstülpungen ihre Orientierung verlieren.



Erforschung der Abwehrmechanismen gegen Cytomegaloviren eröffnet neue Ideen für Therapieansätze


Das Cytomegalovirus kommt mit Vorliebe aus seinem Versteck, wenn das Immunsystem geschwächt ist – etwa bei Infektionen mit dem HI Virus  oder nach Transplantationen. So ist die Reaktivierung von CMV einer der häufigsten Gründe für das Absterben transplantierter Organe. Einen Impfstoff gibt es derzeit nicht; antivirale Therapien haben sehr starke Nebenwirkungen und CMV wehrt sich zudem sehr effektiv mit Resistenzen gegen diese Wirkstoffe. Wissenschaftler des Instituts für Infektionsimmunologie am TWINCORE suchen nun nach alternativen Wegen: Sie wollen die Abwehrkräfte des Immunsystems gegen das Virus stärken – damit es sich möglichst gar nicht erst in seinem Wirt einnisten kann. Ergebnisse zu dieser Forschung veröffentlichten sie jetzt in Cell Reports.



TWINCORE-Forscher entdecken, dass Immunzellen bei der HIV-Abwehr kooperieren


Der – zweifelhafte – Erfolg des HI-Virus gründet auf einer ganzen Reihe Tricks, mit denen das Virus unsere Abwehr unterwandert oder  für sich selbst nutzt. In einem sehr frühen Stadium der Infektion – gleich nach dem ersten Angriff auf unseren Körper, gelingt es ihm schon, die Zellalarmsysteme auszuschalten, mit denen das Immunsystem vor einem Angriff normalerweise gewarnt wird. Eine dieser „molekularen Alarmanlagen“ haben Wissenschaftler des TWINCORE genauer untersucht und entdeckt, dass unterschiedliche  Immunzellen bei der Abwehr des HI-Virus eng zusammenarbeiten: Infizierte T-Zellen bilden eine Brücke zu Makrophagen, und schalten dort das antivirale Alarmsystem an. Die Ergebnisse veröffentlichten Forscher der Arbeitsgruppe Angeborene Immunität und Virale Evasion des Institutes für Experimentelle Virologie jetzt im Journal Cell Host & Microbe.



Chronische Hepatitis-B-Infektionen in vielen Ländern auf dem Rückzug




Neben HIV, Tuberkulose und Malaria gehört virale Hepatitis weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Das Hepatitis-B-Virus ist dabei 50- bis 100-mal ansteckender als das HI-Virus. Bislang fehlten Informationen, wie sich die sogenannte Prävalenz, also die Häufigkeit der Infektion, in der Allgemeinbevölkerung weltweit im Zeitverlauf entwickelte. Wissenschaftler des HZI haben nun untersucht, wie sich das Auftreten der chronischen Hepatitis-B-Infektion in 50 Ländern über die letzten Jahrzehnte verändert hat. Weltweit konnten die Wissenschaftler einen Rückgang der chronischen Hepatitis-B-Prävalenz feststellen. Allerdings bestehen weiterhin Gebiete mit hohem Infektionsvorkommen. In einzelnen Ländern wurden sogar Anstiege ersichtlich. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Journal of Hepatology veröffentlicht.



Neuigkeiten aus dem Zentrum

Luciana Berod erhält den Jürgen-Wehland-Preis 2016


Die Biochemikerin Dr. Luciana Berod ist die Gewinnerin des diesjährigen Jürgen-Wehland-Preises. Berod forscht am Institut für Infektionsimmunologie des TWINCORE – Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung in Hannover, einer gemeinsamen Einrichtung der MHH und des HZI. Am 27. Oktober 2016 wurde ihr die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung während des „North Regio Day on Infection“ am HZI verliehen. Der Preis würdigt ihre herausragende Forschung zur Immunmodulation, die zum Ziel hat, chronischen Infektionen und immunvermittelten Erkrankungen besser vorbeugen und sie gezielter behandeln zu können.



PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis für Rolf Müller


Der Naturstoffforscher Prof. Rolf Müller ist mit dem PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2016 ausgezeichnet worden. Müller leitet das HIPS, den Saarbrücker Standort des HZI. Die Ehrung der PHOENIX group erhält er für die Entdeckung und Erforschung eines neuartigen Wirkstoffes gegen den Erreger der Tuberkulose. Der Preis wurde am 20. Oktober in Frankfurt verliehen.



HZI und Universität Würzburg bringen neues Institut für Infektionsforschung auf den Weg


Das HZI in Braunschweig und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) sollen gemeinsam ein neues Helmholtz-Institut mit Sitz in Würzburg aufbauen. Das hat der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft jetzt beschlossen. Im neuen Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) sollen sogenannte Ribonukleinsäuren (RNA) und deren Rolle in Infektionsprozessen untersucht werden. RNAs werden ein enormes Potenzial als Angriffspunkte für Medikamente und auch als Therapeutika selbst zugesprochen. Neue Technologien sollen dieses Potenzial jetzt erschließen.



Rolf Müller mit „David Gottlieb Memorial Lecture" zur Wirkstoffforschung geehrt


Prof. Rolf Müller, Direktor des Helmholtz Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), ist mit einem "David Gottlieb Memorial Lecture" ausgezeichnet worden. Das Seminar hielt er am 13. Oktober 2016 in Urbana an der University of Illinois, USA. Zum Thema der Ehrenvorlesung machte Müller „Innovative Antibiotika aus Mikroorganismen“ und präsentierte Fallstudien.



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