Abteilungsleiter (m/w/d) verbunden mit einer W3-Universitätsprofessur für „Epidemiologie und Ökologie Antimikrobieller Resistenz“

31.03.2022

Aufgaben

Am neu gegründeten Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) ist die Position eines Abteilungsleiters (m/w/d) verbunden mit einer W3-Universitätsprofessur für „Epidemiologie und Ökologie Antimikrobieller Resistenz“ vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.

Das Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald (HIOH) ist eine neue Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI, www.helmholtz-hzi.de) mit Sitz in Braunschweig und wird wissenschaftlich eng mit der UMG (www.medizin.unigreifswald.de), der Universität Greifswald (www.uni-greifswald.de) und dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI, www.fli.de) vernetzt sein. Das interdisziplinäre HIOH wird sich mit komplexen gesundheitlichen Herausforderungen beschäftigen, die durch das Auftreten von Infektionskrankheiten verursacht werden, mit dem Ziel im Rahmen des One Health-Konzepts die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt zu verstehen, um die Krankheitsbelastung in Deutschland und im Ausland zu verringern. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Braunschweig und seinen Außenstellen in Hannover, Saarbrücken, Hamburg und Würzburg sowie mit der UMG, der Universität Greifswald und dem FLI wird sichergestellt, dass das Helmholtz-Institut in Greifswald ein internationales Profil in der One Health-Forschung und -Praxis entwickelt. Die Wissenschaftler*innen am HZI erforschen die Mechanismen bakterieller und viraler Infektionskrankheiten mit dem strategischen Ziel, neue Ansätze für deren Prävention, Diagnose und Behandlung zu entwickeln. Humane Erkrankungen im Bereich „Infektion und Entzündung“ bilden einen Fokus innerhalb der Forschungsschwerpunkte Community Medicine und Molekulare Medizin der UMG. Das FLI befasst sich mit der Gesundheit und dem Wohlergehen von Nutztieren mit einem ähnlichen Ansatz, unter Einbeziehung des Wohlergehens der Tiere, ihrer Ernährung sowie der Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen von Nutztieren. Die Universität Greifswald ist eine der ältesten Universitäten Europas, deren Forschungsstärke auf der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit ihrer fünf Fakultäten, insbesondere der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät sowie auf der Kooperation mit herausragenden außeruniversitären Einrichtungen, wie dem FLI und jetzt dem HZI, beruht.

Der*die Leiter*in der Abteilung „Epidemiologie und Ökologie antimikrobieller Resistenz“ wird dazu beitragen, Studien zur antimikrobiellen Resistenz (AMR) in den „One Health“-Rahmen einzubinden. Dies beinhaltet die transdisziplinäre Integration von Daten über Antibiotikaresistenz bei Menschen, Tieren und in der Umwelt durch Forschungs- und Lehrprogramme. Bevorzugt werden Bewerber*innen, die bedeutende Beiträge auf dem Gebiet der Infektionsepidemiologie und/oder der Anwendung von OMICS-Ansätzen zum Verständnis der Triebkräfte von Antibiotikaresistenzen und deren Verbreitung geleistet haben und damit zu einem besseren Verständnis der epidemiologischen und evolutionären Mechanismen beitragen, die den Antibiotikaresistenzen zugrunde liegen. Die Pläne für die Datengenerierung in zukünftigen Projekten sollten einen starken Fokus auf Translation, z. B. Prävention, beinhalten, könnten aber auch einen Beitrag zur Entdeckung neuer therapeutischer Substanzen in Zusammenarbeit mit Partnern am HZI (z. B. Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland; HIPS) und darüber hinaus beinhalten.

Im Einklang mit den Forschungsschwerpunkten des HIOH soll ein großer Teil der Forschung der Abteilung für Epidemiologie und Ökologie antimikrobieller Resistenz auf der neu eingerichteten „One Health Surveillance“-Plattform basieren, die in Hotspots für das Auftreten neuartiger Krankheiten und Antibiotikaresistenzen angesiedelt sein wird, insbesondere in tropischen Regionen Afrikas, aber auch in der Study of Health in Pomerania (SHIP)-Kohorte, die sich auf die Gesundheit der Bevölkerung in der Umgebung von Greifswald konzentriert. Zu dieser Studie wird das HIOH Daten zur Gesundheit von Tieren und Ökosystemen beisteuern und somit zur Förderung des One Health-Ansatzes in diesem Forschungsprogramm beitragen.

Gesucht wird eine Persönlichkeit mit exzellentem wissenschaftlichem Leistungsnachweis aufgrund von Publikationen in internationalen Fachzeitschriften, erfolgreicher Drittmitteleinwerbung, einschlägiger Erfahrung in der Leitung einer Forschungseinheit und Interesse an strategischen Aspekten des Wissenschaftsmanagements. Hervorragende Englischkenntnisse werden erwartet, zusätzlich wären Französischkenntnisse für den notwendigen Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt in Afrika südlich der Sahara von Vorteil.

Von dem*der erfolgreichen Kandidat*in wird erwartet, dass er*sie zwei Semesterwochenstunden in interdisziplinären Lehrveranstaltungen unterrichtet sowie in bestehende und zukünftige Forschungsnetzwerke am Campus Greifswald und des HZI eingebunden ist. Internationale Erfahrung und die Bereitschaft zur Mitarbeit in Gremien des HZI, der UMG und der Universität Greifswald werden ebenfalls erwartet.

Die Einstellungsvoraussetzungen für Professor*innen ergeben sich aus § 58 Abs. 1 LHG M-V: Abgeschlossenes Hochschulstudium (Humanmedizin, Veterinärmedizin, Naturwissenschaften), pädagogische Eignung, besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die herausragende Qualität einer Promotion nachgewiesen wird. Zusätzliche wissenschaftliche Leistungen werden erwartet. Sie werden nach § 58 Abs. 2 LHG M-V in der Regel im Rahmen einer Juniorprofessur oder durch eine Habilitation erbracht.

Gemäß § 61 LHG M-V wird die Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder, wenn sich der*die Bewerber*in nicht auf Dauer zur Verfügung stellt, im Beamtenverhältnis auf Zeit oder entsprechend im außertariflichen Angestelltenverhältnis besetzt. In ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit kann in der Regel erstmalig nur berufen werden, wer zum Zeitpunkt der Ernennung das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Mit der Berufung erfolgt eine Beurlaubung unter Fortfall der Bezüge an das HZI im sog. Jülicher Modell. Das HZI schließt einen privatrechtlichen Anstellungsvertrag, in dem u. a. eine wissenschaftlich-fachliche Befristung auf sieben Jahre enthalten ist.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht. Das HZI und die Universitätsmedizin Greifswald beabsichtigen eine Erhöhung des Frauenanteils dort zu erreichen, wo Frauen unterrepräsentiert sind. Deshalb sind Bewerbungen von Frauen besonders willkommen und werden bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Helmholtz-Institute sind Außenstellen von Helmholtz-Zentren, die durch ihre Ansiedlung auf dem Campus einer Partnerhochschule die Grundlage für eine langfristige, enge Zusammenarbeit der Partner in einem spezifischen, innovativen Forschungsgebiet schaffen (www.helmholtz.de).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts Greifswald, Prof. Dr. Fabian Leendertz (fabian.leendertz@helmholtz-hzi.de, Telefon: 01515/2726213). Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstehende Kosten können durch das HZI übernommen werden. Bewerbungen sind zu ergänzen durch Lebenslauf, Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs, Publikationsverzeichnis, Angabe der Impactfaktoren der letzten fünf Jahre, Auflistung eingeworbener Drittmittel, Lehrveranstaltungsverzeichnis, Nachweise über akademische Prüfungen, Ernennungen und Lehrerfahrungen, fünf ausgewählte Original-Publikationen und bis zum 20.05.2022 webbasiert unter berufung-umg.med.uni-greifswald.de (Offene Professuren) erbeten, adressiert an die Universitätsmedizin Greifswald - KdöR - komm. Wissenschaftlicher Vorstand/Dekan Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald

Bewerbungen per Post oder E-Mail können nicht berücksichtigt werden. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen unter dekanat@med.uni-greifswald.de gern zur Verfügung.

Standort

Helmholtz-Institut für One Health Greifswald

Veröffentlicht

31.03.2022

Bewerbungsschluss ist der  20.05.2022

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Der PhD-Studiengang „Epidemiologie“ ist ein dreijähriger Promotionsstudiengang im Bereich der epidemiologischen Forschung und wird von der Abteilung für Epidemiologie des HZI betrieben.

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