Mikrobielle Stammsammlung

Der Stoffwechsel von Bakterien bietet großes Potential für neue Leitstrukturen im Bereich der Antibiotikaforschung. Besonders erfolgversprechend bei der Suche nach neuen Antibiotika ist der biodiversitätsgeleitete Ausbau der am HZI bereits existierenden Stammsammlungen. Besonders die Myxobakterien, aber auch die schon viele Jahre als Antibiotikaproduzenten genutzten Actinomyceten, sind eine erfolgversprechende Quelle für mikrobielle Wirkstoffe.

Prof. Dr. Joachim Wink

Zwei der erfolgversprechendsten Ansätze bei der Suche nach neuen antibiotisch aktiven Verbindungen sind die Nutzung der Biodiversität der Mikroorganismen und die Ausschöpfung ihres biosynthetischen Potentials.

Prof. Dr. Joachim Wink

Joachim Wink studierte Biologie an der Universität Frankfurt und promovierte 1985 im Fach Molekularbiologie über Veränderungen im Proteinmuster von Bacillus subtilis während der Sporulation. Im selben Jahr wechselte er als Laborleiter zur Höchst AG in den Bereich Biotechnologie der Zentralforschung. Von 1992 bis 2012 arbeitete er in der Pharmaforschung der Höchst AG und den daraus folgenden Unternehmen Aventis und Sanofi.

In seiner über 27-jährigen Industrietätigkeit war Joachim Wink vorwiegend für die mikrobiologische Stammsammlung im Bereich der Naturstoffforschung zuständig mit dem Schwerpunkt auf der Isolierung, Kultivierung und Charakterisierung von Actinomyceten und Myxobakterien. Zeitgleich habilitierte er an der TU Braunschweig im Fachgebiet Mikrobiologie mit einer Arbeit über die Taxonomie und Sekundärmetabolismus bei Actinomyceten, die in Zusammenarbeit mit der DSMZ entstand.

Seit 2012 forscht Joachim Wink am HZI und übernahm 2013 die neu gegründete Arbeitsgruppe Mikrobielle Stammsammlung; ferner betreut er an der TU Braunschweig Lehrveranstaltungen im Bereich Infektionsbiologie und Wirkstoffforschung.

Leitung

  • PD Dr. Joachim Wink

    Joachim Wink

    Leiter der Arbeitsgruppe

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