Compound Profiling und Screening

Jeder Mensch trägt viele Mikroorganismen auf und in sich. Sie verwandeln sich von harmlosen Keimen in lebensbedrohliche Pathogene, wenn zum Beispiel als Folge der Therapie einer schweren Krankheit das Immunsystem geschwächt ist. Da entsprechende therapeutische Maßnahmen häufiger werden, nimmt auch die Zahl der Risikopatienten zu. Ihnen werden oft prophylaktisch Antibiotika gegeben, was die Ausbreitung von Resistenzen begünstigt. Daher sind neue therapeutische Ansätze dringend erforderlich.

Prof. Dr. Ursula Bilitewski

Um Therapien entwickeln zu können, mit denen wir Infektionen durch neue Pathogene oder resistente Mikroorganismen begegnen können, sind nicht nur neue Wirkstoffe nötig, sondern müssen vor allem auch neue Angriffspunkte für diese Wirkstoffe identifiziert werden.

Prof. Dr. Ursula Bilitewski

Ursula Bilitewski studierte Chemie an der Universität Münster und promovierte am Institut für Physikalische Chemie. Im Anschluss, nach einem Jahr als Postdoc im selben Institut, wechselte Ursula Bilitewski nach Braunschweig und trat 1988 ins HZI – damals noch GBF – ein. Sie habilitierte 1994 in Biochemie an der Technischen Universität Braunschweig und ist dort seit 2002 außerplanmäßige Professorin für Biochemie.

Zunächst war ihre Forschung auf die Etablierung bioanalytischer Systeme im Mikromaßstab ausgerichtet, ehe sie 2002 in den Bereich der Naturstoffforschung wechselte, um dort an der Aufklärung von molekularen Wirkmechanismen und der Identifizierung von Angriffspunkten von Wirkstoffen mit zu arbeiten.

Seit 2009 ist sie in diesem Umfeld kommissarische Leiterin der Arbeitsgruppe „Biologische Systemanalyse“.