Chemische Biologie

Auf der Suche nach neuen Therapien gegen Krankheitserreger setzen Wissenschaftler unter anderem auf chemische und biologische Wirkstoffe. Dies können Verbindungen sein, die als Antibiotikum wirken oder zur Stimulierung des Immunsystems dienen. Neue Wirkstoffe zu entdecken, ihre Funktionsweise zu charakterisieren und ihre Eigenschaften zu optimieren sind die drei Hauptziele der Abteilung „Chemische Biologie“ am HZI.

Leitung

Prof. Dr. Mark Brönstrup

Wir wollen neue und wirksame Mechanismen zur Bekämpfung von Infektionen finden und verstehen – die chemische Biologie bietet hervorragend geeignete Werkzeuge dafür.

Prof. Dr. Mark Brönstrup

Prof. Dr. Mark Brönstrup

Mark Brönstrup studierte Chemie an der Philipps-Universität Marburg und am Imperial College in London. 1999 promovierte er an der TU Berlin in organischer Chemie. Nach der Promotion arbeitete er von 2000 bis 2004 zunächst als Laborleiter für Massenspektrometrie beim Pharmakonzern Aventis, unterbrochen von einem Forschungs-Sabbatical 2003 an der Harvard Medical School.

Von 2005 bis 2010 leitete er bei Sanofi-Aventis die Naturstoff-Forschung in Frankfurt mit dem Ziel, Leitstrukturen aus natürlichen Quellen zu entdecken und diese über Strukturveränderungen zu klinischen Kandidaten zu optimieren.

Von 2010 bis 2013 beschäftigte er sich mit Translationsforschung als Leiter der Sektion Biomarker & Diagnostics in der Diabetes Division sowie als Domain Head für Biomarker, Bioimaging und Biological Assays bei Sanofi.

Seit Dezember 2013 leitet er die Abteilung für Chemische Biologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Zudem hält er eine Professur (W3) an der Leibniz-Universität Hannover inne. 

News

Bachelor- & Masterarbeiten
Sie haben Interesse an einer Bachelor- oder Masterarbeit? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Video

  • Epothilon: Ein HZI-Molekül wird zum Krebsmedikament

    Wissenschaftler an der ehemaligen Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), dem heutigen HZI, haben in den 1980er Jahren Epothilon B entdeckt. Dieser Naturstoff stört die Teilung von Krebszellen: Tumore werden durch ihn im Wachstum gebremst, schrumpfen und verschwinden. Das Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb (BMS) hat jetzt auf der Basis von Epothilon B ein Krebsmedikament auf den US-amerikanischen Markt gebracht. Seine Entwicklung ist so spannend wie ein Krimi...
    Länge: 11:34

  • Molekulare Trojaner machen Infektionen sichtbar

    Eine vielversprechende Strategie für das Aufspüren von Bakterien und ihre Bekämpfung besteht darin, molekulare Sonden mit einzusetzen.Diese erlauben eine simultane Diagnose und Therapie der Infektion im frühen Stadium. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben jetzt spezielle molekulare Modellsonden entwickelt, die das Eisentransportsystem von Bakterien nutzen, um antibakterielle Wirkstoffe in eine Bakterienzelle zu schleusen. Kevin Ferreira erklärt kurz, wie das Trojaner-Prinzip funktioniert.

  • Wo liegen die größten Herausforderung bei der Entwicklung neuer Antibiotika?

    Wo liegen die Herausforderungen bei der Antibiotika-Entwicklung? Prof. Dr. Mark Brönstrup, Abteilungsleiter Chemische Biologie am HZI in Braunschweig, antwortet.

Audio Podcast

  • Kleine Moleküle ganz groß – Mit Naturstoffen gegen Hepatitis CMit weltweit 130 Millionen Infizierten ist Hepatitis C eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Die Therapien, die es derzeit gibt, sind langwierig, haben starke Nebenwirkungen und helfen nicht jedem Patienten. Florenz Sasse vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und Thomas Pietschmann vom TWINCORE in Hannover suchen gemeinsam nach neuen Wirkstoffen gegen das Hepatitis C-Virus. Hören Sie hier von ihren ersten Treffern und folgen Sie Florenz Sasse zu einer Bibliothek der anderen Art…
DruckenPer Mail versendenTeilen