Genome Mining für Sekundärstoffe

Die weltweite, unsachgemäße Anwendung von Antibiotika führt zu einer wachsenden Bedrohung durch die Entwicklung resistenter Keime. Dementsprechend werden neue antimikrobielle Wirkstoffe dringend benötigt. Eine der vielversprechendsten Quellen für die Entdeckung naturstoffbasierter Wirkstoffe sind Mikroorganismen. Die Entwicklung neuartiger Methoden im Bereich genome mining erlaubt es das Potential bislang ungenutzter Biosynthesewege zu erkennen und für die Produktion neuer Wirkstoffe zu nutzen. Diese sollen anschließend zu Antibiotika weiterentwickelt werden, welche es erlauben multiresistente Keime zu bekämpfen. Diese Gruppe hat ihren Sitz am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS).

Leitung

Dr. Chengzhang Fu

„Die Natur bietet vielfältige Möglichkeiten zur Herstellung neuartiger Wirkstoffe. Die Entwicklung von genome mining Ansätzen wird uns dabei helfen, das Potential kryptischer Biosynthesewege aus Bakterien für die Produktion neuartiger Sekundärstoffe zu nutzen.“

Dr. Chengzhang Fu

Chengzhang Fu studierte Biotechnologie an der Universität von Zhejiang in China von 2002 bis 2006. 2011 promovierte er im Fachbereich Biochemie und Molekularbiologie am mikrobiologischen Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Er kam 2012 als Alexander von Humboldt Fellow in die Gruppe von Rolf Müller an der Universität des Saarlandes. Diese Zusammenarbeit wurde ab 2014 am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) fortgeführt. Seit 2019 ist Chengzhang Fu Nachwuchsgruppenleiter am HIPS im Rahmen des „Helmholtz International Labs“ Programmes. Seine Gruppe arbeitet an der Identifizierung und Verbesserung bislang unbekannter Biosynthesewege aus Bakterien und Umwelt-DNA.

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