Systemorientierte Immunologie und Entzündungsforschung

Dass der Tod Leben retten kann, ist zwar eine Binsenweisheit, für komplexe Organismen steckt dahinter jedoch ein wichtiger Schutzmechanismus. Apoptose heißt das „Selbstmordprogramm“ mit dem verletzte, alte, mutierte oder gefährliche Zellen in Geweben ausgeschaltet werden. Aber dieses Selbstmordprogramm kann auch von Krankheitserregern missbraucht werden – oder es kann außer Kontrolle geraten. Lesen Sie, wie Wissenschaftler in einer gemeinsamen Forschergruppe des Instituts für Molekulare und Klinische Immunologie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und des HZI den programmierten Zelltod verstehen und nutzen wollen.

Prof. Dr. Ingo Schmitz

Meine Forschung konzentriert sich auf molekulare Signalmechanismen, mit denen Immunzellen zwischen Leben und Tod entscheiden können.

Prof. Dr. Ingo Schmitz

Prof. Dr. Ingo Schmitz

Ingo Schmitz leitet seit Juni 2009 die Arbeitsgruppe „Systemorientierte Immunologie und Entzündungsforschung“ am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung. Seine Professur ist aus einer gemeinsamen Berufung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig hervorgegangen.

Ingo Schmitz hat Biochemie in Hannover studiert und seine Diplomarbeit auf einem molekular-immunologischen Gebiet am Zentrum für Molekulare Biologie Heidelberg (ZMBH) angefertigt. Zur Doktorarbeit wechselte er ans Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), wo er begann, die Apoptose, den programmierten Zelltod, zu untersuchen.

Nach der Promotion ging er als Emmy-Noether-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft ans renommierte Dana-Farber Cancer Institute in Boston, USA. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland baute er an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine eigene Arbeitsgruppe auf und habilitierte sich in Molekularer Medizin.

Prof. Ingo Schmitz erhielt den STS/CCS-Science Award 2011.

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