Strukturbiologie der Autophagie

Zellen produzieren ständig Proteine, bauen ihre Organellen um, erneuern sie und schleusen Stoffe von außen ein. Diesem stetigen Materialzuwachs wirkt ein Mechanismus entgegen: Autophagie. Diese Funktion der Zelle zerlegt alles, was nicht mehr benötigt wird, in seine Bestandteile – und dazu gehören auch Krankheitserreger. Damit spielt Autophagie eine zentrale Rolle bei Infektionskrankheiten und unserer Immunreaktion darauf. Hier erfahren Sie, wie unsere Wissenschaftler die Autophagie erforschen – um über diesen Mechanismus Krankheitserregern entgegen zu wirken.

Unsere Forschung

Autophagie ist ein zellulärer Prozess, bei dem die Zelle zunächst eine Doppel-Membran bildet, in der sie Zellkomponenten einschließt. Diese verschmelzen dann mit Lysosomen – das sind kleine von Membranen umgebene Bläschen, die Verdauungsenzyme enthalten. Dieser Enzymmix baut ab, was die Zelle abgeschnürt hat und die Abbauprodukte werden im Anschluss für zelluläre Aufbau-Wege wiederverwertet.

Autophagie wurde zunächst in Hefe entdeckt. Dort dient sie als Prozess, mit dem sich die Zellen an Nahrungsknappheit anpassen. Aber Autophagie in Säugerzellen ist sehr viel mehr als die zelluläre Antwort auf Hunger. Sie ist an viele Prozessen beteiligt und von essentieller Bedeutung in Infektion und Immunität. Störungen der Autophagie gehen mit dem Auftreten von vielen Krankheiten einher, beispielsweise Krebs, Huntington, Parkinson, neurodegenerativen Krankheiten sowie chronischen Entzündungen im Magen-Darm Trakt.

Leitung

  • Dr. Andrea Scrima

    Andrea Scrima

    Leiter der Nachwuchsgruppe Strukturbiologie der Autophagie

    0531 6181-7013

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