Neuroinflammation und Neurodegeneration

Welche Rolle spielen Infektionen und damit einhergehende entzündliche Reaktionen für die Entwicklung oder sogar für die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen? Wiederholte Infektionen und die nachfolgenden Entzündungen infolge der Immunreaktion, könnten im Gehirn eine Reihe von Prozessen auslösen, die letztlich zu neuronalen Schäden führen. Durch das bessere Verständnis neurodegenerativer Abläufe können rationale Therapieszenarien entwickelt werden, die bessere Therapien und Vorsorgemaßnahmen bei neuronalen Erkrankungen des Zentralnervensystems ermöglichen.

Prof. Dr. Martin Korte

Wir beschäftigen uns im Rahmen unserer Forschertätigkeit mit Prozessen von Lernen, Gedächtnis und Vergessen. Insbesondere steht im Mittelpunkt welche langfristigen Folgen Infektionen und eine Aktivierung des Immunsystems für das Gehirn haben bzw. wie neuroinflammatorische Prozesse und Alterungsprozesse das Gehirn beeinflussen - bis hin zur Entstehung der Alzheimer Erkrankung.

Prof. Dr. Martin Korte

Prof. Dr. Martin Korte

Martin Korte hat sich bereits während seiner Promotion über „Signaling Systems at hippocampal synapses“ am Max Planck Institut (MPI) für Neurobiologie in Martinsried mit synaptischer Plastizität beschäftigt. Danach übernahm er eine Arbeitsgruppe ebenfalls am MPI für Neurobiologie.

2004 kam der Ruf an die Technische Universität Braunschweig, wo Martin Korte seit dem Jahr 2007 die Professur für Zelluläre Neurobiologie und auch die Geschäftsführung des Zoologischen Instituts innehat.

Im Jahr 2012 hat er eine Arbeitsgruppe am HZI gegründet und vernetzt mit seiner Erfahrung auf den Gebieten der zellulären Neurobiologie und der Neurophysiologie die Bereiche Infektion und neurodegenerativer Erkrankungen miteinander.