Intravitale Mikroskopie in Infektion und Immunität

Ob ein infizierter Organismus einen Krankheitserreger erfolgreich bekämpfen kann, hängt in erster Linie von den Wechselwirkungen der Zellen des Immunsystems, sowohl untereinander als auch mit dem Pathogen, ab. Die "Sprache" dieser Wechselwirkungen, lösliche und membrangebundene Signalmoleküle, werden seit einigen Jahren intensiv untersucht. Wie diese Signale im lebenden Organismus ausgetauscht werden, ist noch weitgehend unklar. Mit Hilfe spezieller Mikroskopietechniken lässt sich das Zusammenspiel von Wirt und Pathogen heute aber im lebenden Gewebe verfolgen.

Prof. Dr. Andreas Müller

Wir versuchen herauszufinden, wie ein Erreger auf den Stress reagiert, dem er aufgrund der einsetzenden Immunantwort ausgesetzt ist.

Prof. Dr. Andreas Müller

Prof. Dr. Andreas Müller

Andreas Müller hat an der ETH Zürich promoviert, wo er am Institut für Mikrobiologie der in der Arbeitsgruppe von Wolf-Dietrich Hardt die frühen Ereignisse der Salmonelleninfektion studierte.

Danach folgten Forschungsaufenthalte am Institut Pasteur in Paris in der Gruppe für Immundynamik von Philippe Bousso, mit Arbeiten zur Signalreichweite aktivierter T Zellen im Gewebe, und an der Universität Lausanne im Labor für Pathologie von Leishmanieninfektionen von Fabienne Tacchini-Cottier, wo er den Einfluss von Granulozyten in der Immunantwort gegen Leishmanien analysierte.

Seit Dezember 2013 ist Andreas Müller Leiter der Forschungsgruppe "Intravitalmikroskopie von Infektion und Immunität". Die Gruppe hat ihren Sitz am Institut für Molekulare und Klinische Immunologie der Universität Magdeburg, wird aber gemeinsam von HZI und der Universität Magdeburg finanziert.