Epidemiologie

Epidemiologie erforscht Gesundheit und Krankheit auf der Bevölkerungsebene – die Infektionsepidemiologie beschäftigt sich mit übertragbaren Krankheiten. Ihre Werkzeuge und Methoden sind systematische Befragungen, klinische Untersuchungen und labordiagnostische Nachweise sowie statistische Analysen. So können Ursachen und Risikofaktoren für Infektionen identifiziert werden. Die Infektionsepidemiologie trägt zur Entwicklung von Präventionsmaßnahmen, ebenso wie zur Früherkennung und Therapie von Erkrankungen bei. Zudem überprüft sie die Wirksamkeit solcher Maßnahmen.

Team

    Dr. Stefanie Castell

    Stefanie Castell

    Stellv. Abteilungsleiterin Epidemiologie und Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    0531 6181-3104

    Kontakt


     

    Publikationen

    2015

    Raupach-Rosin H, Klett-Tammen CJ, Schmalz O, Karch A, Castell S, Mikolajczyk R. „Meine Frau kann ich nicht küssen“. Eine Analyse des Alltags von MRSA-TrägerInnen. Gesundheitswesen. (im Druck).

    Rübsamen N, Castell S, Horn J, Karch A, Ott JJ, Raupach-Rosin H, Zoch B, Krause G, Mikolajczyk RT.Ebola risk perception in Germany, 2014. Emerg Infect Dis. 2015 Jun;21(6):1012-8. doi: 10.3201/eid2106.150013.

    Karch A, Castell S, Schwab F, Geffers C, Bongartz H, Brunkhorst FM, Gastmeier P, Mikolajczyk RT. Proposing an empirically justified reference threshold for blood culture sampling rates in intensive care units. J Clin Microbiol. 2015 Feb;53(2):648-52. doi: 10.1128/JCM.02944-14.

    2014

    Castell S, Krause G, Schmitt M, Pawlita M, Deleré Y, Obi N, Flesch-Janys D, Kemmling Y, Kaufmann AM. Feasibility and acceptance of cervicovaginal self-sampling within the German National Cohort (Pretest 2). Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2014 Nov;57(11):1270-6. doi: 10.1007/s00103-014-2054-9

    Schultze A, Akmatov MK, Castell S, Karch A, Ahrens W, Günther K, Schlenz H, Flesch-Janys D, Obi N, Pessler F, Krause G. Collection of vaccination data in the German National Cohort: Findings of a feasibility study in three study centers. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2014 Nov;57(11):1292-9. doi: 10.1007/s00103-014-2050-0

    Castell S, Akmatov MK, Obi N, Flesh-Janys D, Nieters A, Kemmling Y, Pessler F, Krause G. Test-retest reliability of an infectious disease questionnaire and evaluation of self-assessed vulnerability to infections : findings of Pretest 2 of the German National Cohort. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2014 Nov;57(11):1300-7. doi: 10.1007/s00103-014-2045-x

    2013

    Schönfel N, Haas W, Castell S et al. Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie nichttuberkulöser Mykobakteriosen des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Pneumologie. 2013; 67: 605-633

    Castell S., Infektionsprävention bei Tuberkulose in der Praxis. Krankenhaushygiene up2date 2012; 7:  79-93

    2012

    Schaberg T, Bauer T, Castell S et al. Empfehlungen zur Therapie, Chemoprävention und Chemoprophylaxe der Tuberkulose im Erwachsenen- und Kindesalter. Pneumologie. 2012; 66: 133-171

    Diel R, Rutz S, Castell S, Schaberg T. Tuberculosis: cost of illness in Germany. Eur Respir J 2012; 40: 143-151.

    Ziegler R, Just H-M, Castell S et al. Infektionsprävention bei Tuberkulose. Empfehlungen des DZK. Gesundheitswesen 2012; 74:  337-350 und Pneumologie 2012;  66: 269 - 282

    Castell S, Schaberg T, Diel R et al. “International Standards of Tuberculosis Care” (ISTC) - Kommentierung aus deutscher Sicht Pneumologie. 2012; 66: 240-249

    Castell S, Diel R, Loddenkemper R, Glaser-Paschke G, Stang A. Sind Alkohol- und Drogenabhängigkeit Risikofaktoren für den Abbruch einer Tuberkulosebehandlung? – Vorarbeiten zu einer Fall-Kontroll-Studie von Berliner und Hamburger Patienten der Jahre 2001-2009. Gesundheitswesen 2011; 73: 909-911

    2011

    Diel R, Loytved G, Nienhaus A, Castell S et al. Neue Empfehlungen für die Umgebungsuntersuchung bei Tuberkulose. Pneumologie 2011; 65: 359-378 und Gesundheitswesen 2011; 73: 369-388

    Castell S, Loddenkemper R. Resistente Tuberkulose – Gefahren und Lösungsansätze. Medical Special 2011; 1: 19-21

    Castell S, Hauer B, Brodhun B, Haas W. Epidemiologie der Tuberkulose. Aktuelle Situation in Deutschland und weltweit. Pneumologe 2011; 8: 9-16

    Hauer B, Castell S, Loddenkemper R. Resistente Tuberkulose. Zunehmende Probleme und Lösungsansätze. Pneumologe 2011;  8:  25-31

    2010

    Loddenkemper R, Castell S, Hauer B. Multidrug-resistant tuberculosis: problems and responses. World Medical Journal 2010: 56: 60-67

    Castell S, Hauer B, Manissero D, Ulrichs T, Zaleskis R, Loddenkemper R. Berlin Declaration on Tuberculosis: High Level Follow-Up of High Priority Countries for TB Control in the WHO-EURO Region ‚Double Trouble or Double Success? Bringing together Diseases and Programs‘ – ein Symposiumsbericht. Pneumologie 2010; 64: 422 – 429

    2002

    Trendelenburg G et al. (u.a. Castell S). Serial analysis of gene expression identifies metallothionein II as major neuroprotective gene in mouse focal cerebral ischemia. J Neuroscience 2002; 22: 5879 – 5888

    2000

    Weih M, Vetter B, Castell S, Ziemer S, Kulozik AE, Einhäupl KM. Hereditary thrombophilia in cerebral venous thrombosis. Cerebro Vasc Dis 2000; 10: 161 – 162

    Wiegand F, Liao W, Busch C, Castell S et al. Respiratory chain inhibiltion induces tolerance to focal ischemia. J Cereb Blood Flow Metab 1999; 19: 1229 – 1237

    Buchkapitel

    Loddenkemper R, Siemon G, Castell S. Lungentuberkulose und andere Mykobakteriosen. In: Domschke W, Berger M, Hohenberger W, Meinertz T, Possinger K. Therapie-Handbuch. 5. Auflage

    Hauer B, Loddenkemper R, Castell S. Prävention der berufsbedingten Tuberkulose. In: Nienhaus A, Brandenburg  S, Teschler H. (Hrsg.) Tuberkulose als Berufskrankheit. Ein Leitfaden zur Begutachtung und Vorsorge. 3. Auflage

Leitung

News

  • SORMAS - die Zukunft der Seuchenüberwachung
    Epidemiologen und IT-Experten aus Deutschland und Nigeria haben gemeinsam eine innovative App entwickelt, die helfen soll Epidemien wie Ebola oder Cholera zu bekämpfen - das Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System (SORMAS). Unser Video zeigt, warum eine Anwendung wie SORMAS dringend benötigt wird und wie das einzigartige Konzept SORMAS so vielversprechend macht:

Audio Podcast

  • Staphylococcus aureus – ein Leben in der Nase
    2000 zufällig ausgewählte Braunschweiger Bürger haben in diesem Juni Post vom HZI erhalten – mit der Bitte, an einer Studie über die Verbreitung von Staphylococcus aureus teilzunehmen. Varianten des Bakteriums sind unter dem Kürzel MRSA als Krankenhauskeime zu trauriger Berühmtheit gelangt. Unsere Wissenschaftler wollen nun erforschen, wie viele Gesunde – außerhalb von Krankenhäusern – mit diesem Keim Leben. Und sie suchen nach Risikofaktoren, die Staphylococcus aureus die Besiedlung des Menschen erleichtern. Begleiten Sie Frank Pessler und Jaishri Mehraj ein Stück in die Welt der Epidemiologie...
  • Proben und Fragebögen für die Infektionsforschung - Die Nationale Kohorte
    Diabetes mellitus, Krebs, Arterienverkalkung und diverse Infektionen sind Volkskrankheiten, über die wir viel zu wenig wissen. Mit der Nationalen Kohorte wollen Wissenschaftler diesen Krankheiten auf den Grund gehen und neue Strategien gegen sie entwickeln. Frank Pessler und Manas Akmatov nehmen die Infektionen ins Visier. Lassen Sie sich erklären, wie ihnen 225.000 Menschen dabei helfen sollen…