Forschungsprojekte (Drittmittel)

WASA

Effektivität der Schulung bezüglich rationalem Antibiotika-Management für AllgemeinmedizinerInnen

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Hausärzte (GP) stehen regelmäßig vor der Aufgabe, über die für bestimmte Gesundheitszustände am besten geeignete Behandlung zu entscheiden. Dies gilt insbesondere für häufige Infektionen wie die der oberen/unteren Atemwege und der Harnwege, bei denen sich die Frage stellt, ob ein Antibiotikum verschrieben werden sollte, und wenn dies der Fall ist, welches in Frage kommt. Laut einer Analyse von Krankenkassendaten sind fast 30% aller Antibiotika-Verschreibungen nicht notwendig (siehe DAK). Gleichzeitig erklärte die WHO die Antibiotikaresistenz zu einem der zehn bedrohlichsten globalen Gesundheitsprobleme (siehe WHO). Die Behandlung mit Antibiotika ist einer der Hauptfaktoren für die Entwicklung dieser Resistenzen.

Da 85 % der Antibiotika im ambulanten Bereich verschrieben werden (siehe GERMAP), wurde das Projekt "Effektivität der Schulung bezüglich rationalem Antibiotika-Management für AllgemeinmedizinerInnen" entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Hygienenetzwerk Südostniedersachsen wird den Hausärztinnen und -ärzten ein richtlinienbasiertes Trainingsmodul zu Infektionen der oberen und unteren Atemwege und der Harnwege angeboten. Die Schulung wird von klinisch erfahrenen Fachleuten mit interaktiven Elementen unter Berücksichtigung des Arbeitsalltags durchgeführt. Das Modul wird von der Abteilung für Epidemiologie am HZI evaluiert. Ziel dieser wissenschaftlichen Evaluierung ist es, sowohl die Akzeptanz als auch die Wirksamkeit des Moduls zu ermitteln. Zu diesem Zweck werden die teilnehmenden Hausärztinnen und -ärzte befragt und routinemäßige Antibiotika-Rezeptdaten der AOK Niedersachsen analysiert. 

Es handelt sich um ein vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördertes Projekt. 

Partner

Projektleiter

Beteiligte Gruppen

Geldgeber / Förderer

BMG - Bundesministerium für Gesundheit

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