Forschungsprojekte (Drittmittel)



SHORTEN TB

Entwicklung von Leads zur Verkürzung der Dauer von TB Chemotherapie

Eines der Hauptziele der Tuberkulose (TB)-Forschung ist es die TB-Therapiedauer zu verkürzen. Die Einführung von Rifampicin und Pyrazinamid in den 1970er Jahren ermöglichte die Entwicklung eines sechsmonatigen Behandlungsschemas. Heutzutage umfasst die Standard-Chemotherapie eine zweimonatige Intensivphase mit vier Medikamenten, gefolgt von einer viermonatigen Folgebehandlung mit zwei Medikamenten. Die Behandlungsdauer bei Patienten, die an latenter TB leiden oder mit einem multiresistenten Stamm (MDR-TB) infiziert sind, liegt jedoch häufig bei über 18 Monaten. 

Rifampicin ist einer der beiden wichtigsten Wirkstoffe gegen TB und wurde ursprünglich aus Bodenbakterien (Actinomyceten) isoliert. Screening-Kampagnen zur Auffindung neuer TB-Wirkstoffe bei unseren Partnerinstitutionen basierten jedoch meist auf chemisch-synthetischen Substanzbibliotheken. Innerhalb SHORTEN-TB haben wir diese Bibliotheken um Naturstoffe aus mikrobiellen Quellen (hauptsächlich Myxobakterien) erweitert.  Diese Naturstoffe werden nun in Hinblick auf ihre anti-mykobaterielle Wirkung und die zugrundeliegende Wirkmechanismen hin untersucht.   

Dieses standortübergreifende Projekt mit akademischen und industriellen Partnern aus den USA, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und Deutschland wird durch die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) gefördert.

Geldgeber/ Förderer

Bill and Melinda Gates Foundation

Beteiligte Gruppen

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