SFB 854

Molekulare Organisation der zellulären Kommunikation im Immunsystem

Bei der immunologischen Infektabwehr interagieren unterschiedliche Zellen des Immunsystems (Granulozyten, Makrophagen, Mesangialzellen, dendritische Zellen, T-Zellen, B-Zellen, Epithelzellen) miteinander und verhindern so die Invasion und Ausbreitung pathogener Keime.Störungen der intra- oder interzellulären Kommunikation führen zwangsläufig zu Fehlfunktionen des Immunsystems, die in Immundefizienzen, Allergien oder Autoimmunerkrankungen münden können. Eine Beeinträchtigung der zellulären Kommunikation im Immunsystem beeinflusst auch dessen Fähigkeit, maligne entartete Zellen frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren.
Die Erforschung der Frage, wie die intra- und interzelluläre Kommunikation im Immunsystem auf molekularer Ebene gesteuert wird, ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis physiologischer und pathophysiologischer Immunreaktionen. Weiterhin können sich Aus der Aufklärung der molekularen Mechanismen, die zelluläre Kommunikationsprozesse im Immunsystem steuern, neue Optionen für eine medikamentöse Beeinflussung des Immunsystems in Krankheitssituationen ergeben.
Ziel des Sonderforschungsbereiches 854 ist es, unter Einsatz von biochemischen, zellbiologischen und molekulargenetischen Methoden zentrale Prozesse der intra- und interzellulären Kommunikation im Immunsystem zu entschlüsseln. Ein weiterer Schwerpunkt des SFB854 liegt in der molekularen und intravitalen Mikroskopie, mit deren Hilfe die inter- und intrazelluläre Kommunikation im Rahmen der physiologischen und pathophysiologischen Immunreaktionen analysiert werden soll.

Partner

Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg

Freie Universität Berlin

Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R.

Otto von Guericke Universität, Magdeburg

Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung

Projektleiter

Beteiligte Gruppen

Sprecher

Professor Dr. Burkhart Schraven (Otto-von-Guericke-University Magdeburg)

Homepage

www.sfb854.de

Geldgeber / Förderer

DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft