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SFB 738

Optimierung konventioneller und innovativer Transplantate

Durch die exzellenten technischen Erfolge der Transplantationsmedizin, einer verbesserten Immunsuppression und Therapie von Infektionen konnte das mittlere Überleben transplantierter Organe deutlich verbessert werden. Dadurch ergeben sich neue Herausforderungen an die Transplantationsmedizin: Das übergreifende Ziel des Sonderforschungsbereichs ist die Induktion einer gewebsspezifischen Immuntoleranz unter Erhalt der generellen Immunkompetenz gegenüber Infektionen und Tumorentstehung. Im Bereich der soliden Organtransplantation stellt das chronische Transplantatversagen eine immer größer werdende Herausforderung dar. Dieses ist dabei nicht nur immunologisch bedingt, sondern auch durch Infektionen, Rekurrenz der Grunderkrankung und mesenchymale Umbauvorgänge gekennzeichnet. Eines der Hauptprobleme der Blutstammzelltransplantation ist eine Vermeidung einer Graft-vs.-Host-Erkrankung (GvH) unter Erhalt eines Graft-vs.-Leukämie-Effektes (GvL). Daneben sind auch nach Stammzelltransplantationen Infektionen (insbesondere durch den Cytomegalievirus) ein klinisches Problem, welches eine erhebliche Morbidität der Patienten verursacht.
Aufgrund des Organmangels in der Transplantation solider Organe und neuer zell- und molekularbiologischer Möglichkeiten wird das Spektrum der Transplantationsmedizin zukünftig auch im steigenden Maße Zelltransplantationen und konditionierte Transplantate enthalten. Für die Verbesserung von Geweben und Zellen kommen dazu nicht nur bei zugrunde liegenden genetischen Erkrankungen gentherapeutische Maßnahmen, sondern auch alternative Verfahren des Transfers von RNA oder Proteinen zum Einsatz.
Der Sonderforschungsbereich versucht, sich diesen neuen Anforderungen der Transplantationsmedizin zu stellen und seinen Beitrag zu leisten. Seine Basis in der Medizinischen Hochschule Hannover stellen die in mehreren Abteilungen stark vertretenen Immunwissenschaften und das umfangreiche Programm klinischer Transplantationen dar. Der Sonderforschungsbereich besteht aus drei Projektbereichen:
(1) Immunität und Toleranz nach Stammzelltransplantation,
(2) Determinanten des Langzeitüberlebens solider Organe,
(3) Neue Konzepte der molekularen und zellulären Transplantationsmedizin.
Die drei Projektbereiche verfolgen bei hoher methodischer und inhaltlicher Verzahnung dabei synergetische Ziele in der Erforschung von Immunität und Toleranz, einer Verbesserung der langfristigen Transplantatfunktionen und der Entwicklung neuer therapeutischer Maßnahmen. Die Umsetzung in der Klinik wird u. a. auch dadurch gefördert, dass die Mehrheit der teilnehmenden Wissenschaftler aktiv in die Transplantationsprogramme der Medizinischen Hochschule Hannover und die Diagnostik von Transplantatfehlfunktionen involviert ist.

Partner

Medizinische Hochschule Hannover

Beteiligte Gruppen

Sprecher

Prof. Dr. Michael Peter Manns (MHH)

Homepage

http://www.mh-hannover.de/sfb738.html

Geldgeber / Förderer

DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft