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SFB 621

Pathobiologie der intestinalen Mukosa

Die intestinale Mukosa, die größte äußere Oberfläche des Makroorganismus, ist exponierte Grenzfläche des Organsystems Darm. Sie ist ein empfindlicher Seismograph für Störungen von außen (infektiös) und innen (immunologisch), wodurch ihre physiologischen Funktionen (Aufnahme und Ausscheidung) erheblich beeinträchtigt werden können. Daraus resultieren drei Schwerpunktbereiche der Forschung, denen sich Forschergruppen aus der Medizinischen Hochschule Hannover, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung Braunschweig zugewandt haben.
Die postnatale Interferenz und Anpassung der bakteriellen Normalflora an das angeborene (innate) Immunsystem mit der Folge eines im Normalfall lebenslangen, von gegenseitigem "Respekt" getragenen Zusammenlebens von Mikro- und Makroorganismus an der Grenzschicht der intestinalen Mukosa gibt bis heute viele Rätsel auf. Der Sonderforschungsbereich will nun als probiotischen Leitkeim den E. coli-Stamm Nissle 1917 in verschiedenen Teilprojekten und Tiermodellen einsetzen, ihn gentechnisch manipulieren und die vollständige Genomsequenz dieses Coli-Stammes bestimmen, um die molekularen Grundlagen der probiotischen Effekte aufzuklären. Eine weitere Querschnittsthematik, eng mit dem probiotischen Zugang verknüpft, wird durch das gnotobiotische Zentralprojekt Z1 etabliert. Für die Analyse des Einflusses der Darmflora auf die Entstehung, Perpetuation und Therapie von CED sind der Einsatz gnotobiotischer und dann gezielt besiedelter k.o.-Mausstämme von großer Wichtigkeit.

Partner

Medizinische Hochschule Hannover

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung

Beteiligte Gruppen

Sprecher

Prof. Dr. Reinhold Förster (MHH)

Homepage

www.mh-hannover.de/sfb621.html

Geldgeber / Förderer

DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft