In vitro Modell

Entwicklung eines neuen in vitro Modells der Blut-Luft-Schranke

Die sogenannte Blut-Luft-Schranke, die das Alveolarepithel der Lunge bildet, ist für den pulmonalen Transport von Wirkstoffen von großer Bedeutung. Allerdings spielt sie auch bei Krankheiten wie zum Beispiel der Schweinegrippe oder Tuberkulose, die durch Aerosole übertragen werden, eine wichtige Rolle.

Um die in vivo Situation nachzuahmen, gibt es bereits einige in vitro Zellkulturmodelle wie Tumorzellen oder primäre Zellen tierischen Ursprungs. Ihnen fehlt aber auf Grund ihrer geänderten Barriereeigenschaften größtenteils die biologische Relevanz. Primäre humane Zellen spiegeln die in vivo Situation am besten wider, jedoch sind sie nur sehr begrenzt verfügbar. Ihre Isolation gestaltet sich darüber hinaus zeit- und kostenintensiv.

Daher entwickeln wir eine neue Zelllinie, mit deren Hilfe ein in vitro Modell etabliert wird, das nicht von Tumorzellen abgeleitet ist und intakte Barriereeigenschaften aufweist. Dieses System wird es ermöglichen, Infektionspfade über den Respirationstrakt aufzuklären und die Entdeckung von Wirkstoffen zu erleichtern, mit denen solche Infektionskrankheiten behandelt werden können.

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