ERROR: Content Element type "title_on_image" has no rendering definition!

ImProVe-Studie

Identifikation und Modifikation von Problemen in der Indikationsstellung und Durchführung der Blutkulturdiagnostik bei Patienten mit Verdacht auf eine Blutstrominfektion

Die Blutkulturdiagnostik ist als wichtigster diagnostischer Test für Blutstrominfektionen wegweisend in der Sepsis-Diagnostik. Durch die Identifikation des ursächlichen Pathogens einer Blutstrominfektion ist eine zielgerichtete und verkürzte Antibiotikatherapie möglich. Dies ist einerseits mit einer verminderten Letalität für den individuellen Patienten verbunden und führt andererseits auch zu einer geringeren Resistenzbildung gegenüber verwendeten Antibiotika.
Eine europaweite Studie innerhalb des EARS-Net stellte eine mediane Blutkulturentnahmerate von 16 pro 1.000 Patiententage in deutschen Krankenhäusern fest. Dies entsprach der zweitniedrigsten Rate in Europa und liegt deutlich unter den in internationalen Richtlinien empfohlenen 100 - 200 Blutkulturen pro 1.000 Patiententagen. Die geringe Entnahmefrequenz kann dahingehend interpretiert werden, dass eine leitliniengerechte Indikationsstellung zur Blutentnahme zur Durchführung von Blutkulturen in vielen Fällen nicht stattfindet. Bisher liegen keine systematischen Untersuchungen dazu vor, welche Faktoren mit einer nicht-leitliniengerechten Blutkulturdiagnostik assoziiert sind.


Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Identifikation und Modifikation von Faktoren, die mit Problemen bei der Umsetzung einer leitliniengerechten Blutkulturdiagnostik im Rahmen der Diagnosestellung von Blutstrominfektionen in deutschen Krankenhäusern verbunden sind. Hierzu werden qualitative und quantitative Erhebungsmethoden kombiniert, um ein möglichst vollständiges Bild der bestehenden Problematik abbilden zu können. Durch die Ergebnisse der vorliegenden Studie wird es möglich sein, gezielte Interventionen zur Verbesserung der Blutkulturdiagnostik zu entwickeln und durchzuführen. Dies kann in einer Reduktion der Sepsis-assoziierten Mortalität sowie der Resistenzentwicklung gegenüber bei Sepsis eingesetzten Antibiotika resultieren.

Partner

Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), Landesärztekammer Niedersachsen

Projektleiter

Beteiligte Gruppen