Forschungsprojekte (Drittmittel)

Projekt

Langzeiteffekte einer vorangegangenen Influenza A Virus Infektion auf myeloide Zellen entlang der Lungen-Knochenmark-Achse.

Influenza A Virus (IAV) Infektionen verursachen neben jährlichen Epidemien auch spontan auftretende Pandemien, welche ein großes gesundheitliches Risiko für den Menschen darstellen. Eine wichtige Komplikation derIAV Infektion stellt die massiv gesteigerte Produktion und Freisetzung von pro-inflammatorischen Zytokinen und Chemokinen während der akuten Phase der Infektion dar. Diese pro-inflammatorischen Mediatoren leiten die Rekrutierung von verschiedenen myeloiden Zellen an den Ort der Infektion ein, unter anderem der Neutrophilen Granulozyten und pro-inflammatorischen M1 Monozyten. Beide Zelltypen spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Infektion, sondern tragen auch maßgeblich zur Schädigung des Lungengewebes bei. Nachdem das Virus eliminiert ist, setzen Reparaturmechanismen ein, um die Funktion des Epithels als physiologische Grenze zwischen der Umwelt und dem mukosalen Immunsystem wieder herzustellen. Maßgeblich an der Wiederherstellung der epithelialen Grenzschicht beteiligt sind anti-inflammatorische M2 Monozyten. Die Signalweiterleitung über lösliche Entzündungsmediatoren von der entzündeten Lunge über die Blutzirkulation bis hin zum Knochenmark ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Verschiedene Studien konnten nachweisen, dass verschiedene inflammatorische Signalmoleküle auf myeloide Zellen wirken, welche dadurch unter anderem die Reifung, aber auch die Funktionalität dieser Zellen beeinflussen.

Im Rahmen dieses Projekts sollen die Langzeiteffekte einer lokalen Lungenentzündung auf verschiedene myeloide Zelltypen sowie deren Vorläuferzellen im Knochenmark (KM) im Mausmodell untersucht werden. Hierfür sollen der Phänotyp von myeloiden Zellen, Vorläuferzellen und Stammzellen des KM, der Polarisationsstatus von Monozyten, das in vitro Differenzierungspotential von Vorläuferzellen in M1 und M2 Monozyten, das Rekrutierungs- und Proliferationspotential von myeloiden Zellen und Stammzellen, sowie das Vorhandensein verschiedener Mediatoren, die einen potentiellen Einfluss auf die verschiedenen o.g. Zelltypen haben könnten, untersucht werden.

Geldgeber:

HBRS Hannover (https://www.mh-hannover.de/md-phd.html)

Evangelisches Studienwerk Villigst (https://www.evstudienwerk.de)

Beteiligte Gruppen

Geldgeber / Förderer

Sonstige

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