Forschungsprojekte (Drittmittel)



Projekt

Ein neuartiger Ansatz zur Eradikation von HIV

Gilead Infektiologie Programm 2016

Latent infizierte Zellen produzieren keine viralen Produkte und sind für das Immunsystem unsichtbar. Eine „shock and kill“ Strategie, die zunächst die Transkription integrierter HIV-1-Genome induziert und anschließend die aktivierten Zellen abtötet ist eine mögliche Option, um das HIV-1 Reservoir zu reduzieren oder sogar zu eradizieren. Während die Reaktivierung von HIV-1 aus dem Reservoir (shock) meist auf pharmakologischem Weg verfolgt wird, wird die Eliminierung der befallenen Zellen (kill) über immunologische Prozesse als der Weg der Wahl angesehen. Wir  hingegen steuern Komponenten der in virusinfizierten überlebensnotwendigen Prozesse der Autophagie als neue therapeutische Ziele für den Eliminierungsschritt an. Unser Projekt ist damit eine Alternative zu den vorwiegend eingesetzten immunbasierten Therapieansätzen. Es hat das Potential, neue zelluläre Stoffwechselwege für die effiziente Reduktion des HIV Reservoirs zu identifizieren. Ein wichtiger translationaler Aspekt ist zudem, dass wir uns auf verfügbare und bereits lizensierte Wirkstoffe fokussieren, um – bei präklinisch vielversprechenden Ergebnissen - die Evaluierung für klinische Erprobungen zu beschleunigen.

Partner

Prof. Georg Behrens, MHH

Beteiligte Gruppen

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