Standorte des Helmholtz-Zentrums



Institut für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg © Universität Würzburg / Foto: Staatliches Bauamt Würzburg/Wolfgang Dürr Architekturfotografie

Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) ist eine gemeinsame Einrichtung des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Gegründet im Mai 2017 wird das HIRI als weltweit erstes Institut seiner Art den innovativen Bereich der Ribonukleinsäure (RNA)-Biologie mit der Infektionsforschung vereinen.

Das HIRI

„Die Bedeutung von RNA-Molekülen in Infektionsprozessen wurde bis vor kurzem unterschätzt. Heute wissen wir, dass RNAs mit vielen Molekülen der Wirtszelle und der Krankheitserreger interagieren. Diese Möglichkeiten werden wir am HIRI zukünftig mit neuesten Technologien in einem integrativen Ansatz erschließen.“

Prof. Jörg Vogel 

Dazu werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des HIRI innovative RNA-basierte Ansätze entwickeln, um die komplexen Mechanismen von Infektionserregern und Wirtsabwehrsystemen aufzuklären und deren translationales Potential zu erforschen.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wollen sie neue Diagnostika und Therapieansätze etablieren und durch die Entwicklung pharmazeutischer Anwendungsformen in den klinischen Einsatz bringen.

Die Forschungsziele des HIRI beinhalten:

  • RNA-Analyse der Komplexität und Heterogenität von Infektionsprozessen auf Einzelzellebene
  • Die Rolle von regulatorischen RNAs in der Pathogenese
  • RNA-basierte Mechanismen der Virulenz und Wirtsabwehr
  • Übertragungsmethoden (Delivery) für RNA-basierte Interventionen
  • Die Entwicklung neuer RNA-basierter Diagnostika, Prophylaktika und Anti-Infektiva
Der designierte HIRI-Gründungsdirektor Jörg Vogel, Professor für Infektionsbiologie an der Universität Würzburg. © Christof Rieken

Bereits am 1. Juni 2017 haben die ersten Wissenschaftler der Abteilung „RNA‐Biologie bakterieller Infektionen“ unter der Leitung des Geschäftsführenden Direktors Prof. Jörg Vogel, sowie die Arbeitsgruppe „Einzelzellanalyse“, geleitet von Dr. Antoine‐Emmanuel Saliba offiziell ihre Arbeit am HIRI aufgenommen. Langfristig sollen etwa 100 bis 150 Wissenschaftler am HIRI forschen.

DruckenPer Mail versendenTeilen