Standorte des Helmholtz-Zentrums



BRICS – Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology

Das BRICS-Gebäude beherbergt zwei Abteilungen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung.
Das BRICS-Gebäude beherbergt zwei Abteilungen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. © Claudia Hurtig

Das Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology, kurz BRICS, ist ein gemeinsames Forschungszentrum des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung mit der Technischen Universität Braunschweig. Ziel des BRICS ist die Erforschung von Infektionen und Wirkstoffbildung sowie die Entwicklung biotechnologischer Prozesse mit Hilfe der Systembiologie.

Am BRICS werden die OMICs-Plattformen, die Bioinformatik sowie die Expertise in mathematischer Modellierung biologischer Systeme zusammengefasst. Im BRICS-Gebäude auf dem Campus der TU Braunschweig sind die HZI-Abteilungen Bioinformatik der Infektionsforschung und System-Immunologie untergebracht. Weitere BRICS-Arbeitgsgruppen sind auf dem HZI-Campus sowie an der TU Braunschweig lokalisiert. Beteiligt am BRICS ist ebenfalls das Leibniz-Institut DSMZ, Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen.

Bei BRICS-Eröffnung im August 2016 (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hesselbach (Präsident der TU Braunschweig), Prof. Dr. Dirk Heinz (Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung), Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen), Prof. Dieter Jahn (Sprecher des BRICS), Ulrich Markurth (Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig) und Prof. Jörg Overmann (Leiter der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ)

Ziel: Vorhersagen biologischer Prozesse im Rahmen von Infektion und Biotechnologie

Die Systembiologie verbindet die Lebenswissenschaften mit Mathematik und Informatik. Experimente im Labor liefern Daten, aus denen durch Kombination mit Daten aus der Literatur Computermodelle gewonnen und weiterentwickelt werden. Ziel ist die Vorhersage von biologischen Abläufen, zum Beispiel in einer lebenden Zelle. Der Weg dorthin umfasst die experimentelle Ermittlung aller wichtigen biologischen Daten für diese Zelle, deren Auswertung und schließlich eine Integration in mathematische Modelle. 

Ähnlich wie bei Modellen physikalischer Prozesse aus den Ingenieurwissenschaften, wie sie etwa im Flugsimulator genutzt werden, kann man damit Vorhersagen über biologische Prozesse treffen. Dabei werden die Ergebnisse der Experimente und die Modelle immer wieder miteinander verglichen und so Schritt für Schritt optimiert. So kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einem immer detaillierterem Verständnis der Biologie.

"Das HZI hat den Auftrag, bakterielle und virale Infektionen sowie ihre Interaktionen mit dem Immunsystem von der Molekülebene bis zu Organismen und Populationen zu erforschen und diese Forschung auch anwendbar zu machen, also in die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien zu führen. Die bioinformatische und systembiologische Forschung am BRICS wird uns helfen, die Fülle an Forschungsdaten möglichst optimal für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten nutzen zu können."

Prof. Dirk Heinz

Systembiologie kann nur funktionieren, wenn experimentelle und theoretische Gruppen sehr eng zusammenarbeiten. Die Theoretiker müssen sich sehr genau erklären lassen, wie die Experimente der Biologen funktionieren. Und die Biologen müssen ein präzises Bild davon entwickeln, welche Daten die Modellierer jeweils für ein sinnvolles Modell brauchen, um ihre Experimente entsprechen anzupassen. Das BRICS-Gebäude auf dem Campus der Technischen Universität Braunschweig schafft die Rahmenbedingungen um diese Zusammenarbeit möglichst effektiv zu gewährleisten.

Informationen zum BRICS-Gebäude:

  • Die Nutzfläche von 3.500 qm umfasst hochmoderne biologische Labore, Büros und Räume für die Lehre:
  • Zur Realisierung spezialisierter Mess‐ und Arbeitsräume wurden komplexe Labor‐ und Lüftungstechnik eingesetzt.
  • Für die Ausbildung der Studierenden wurden ein großer EDV-Übungsraum, ein Labor‐Praktikumsraum und zwei Seminarräume bereitgestellt.
  • Alle Etagen sind mit Besprechungsräumen, Teeküchen und Pausenflächen ausgestattet.
  • Es wurden 260 Arbeitsplätze hergerichtet und ausgestattet. Das fertige Gebäude umfasst 180 Computer‐ und 80 Labor‐Arbeitsplätze.

 Zur Homepage: BRICS

DruckenPer Mail versendenTeilen