Standorte des Helmholtz-Zentrums

Die Standorte des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung verteilen sich auf ganz Deutschland. Neben dem Hauptcampus in Braunschweig gibt es Einrichtungen in 4 weiteren Städten: Hamburg, Hannover, Saarbrücken und Würzburg.

Helmholtz-Institut Greifswald

Das Helmholtz-Institut in Greifswald wird als Außenstelle des HZI in Braunschweig gegründet und wird mit der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald und dem Friedrich-Loeffler-Institut durch eine wissenschaftliche Kooperationsvereinbarung eng verbunden sein.

Das neue Institut wird einen umfassenden, interdisziplinären Ansatz zur Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen durch Infektionskrankheiten im Sinne des Konzepts "One Health" verfolgen. Das "One Health"-Konzept erkennt an, dass die Gesundheit des Menschen eng mit der Gesundheit von Tieren und einer intakten Umwelt verbunden ist.

Globalisierung, Klimawandel, erhöhte Mobilität der Menschen, intensivierte Viehhaltung sowie zunehmende Verstädterung und Verlust natürlicher Lebensräume sind die Hauptursachen für den Ausbruch und die rasche Ausbreitung von Infektionen. Krankheitserreger verbreiten sich global, überwinden Artenbarrieren und entwickeln häufig Multiresistenzen. Ein globales Problem stellen zudem fehlende Antiinfektiva und Impfstoffe dar. Der aktuelle Ausbruch von COVID-19 zeigt auf dramatische Weise, dass unser Verständnis von Ursprung und Übertragung zoonotischer Infektionen noch immer begrenzt ist und unterstreicht den dringenden globalen Bedarf an wirksameren präventiven und therapeutischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung. Das neue Institut wird diesen Bedarf adressieren und damit eine kritische Lücke schließen.

Informationen zu den Partnern vor Ort:

Universität Greifswald

Die 1456 gegründete Universität Greifswald ist eine der ältesten Universitäten in Deutschland. Heute ist sie eine international anerkannte Forschungsuniversität, die hervorragende Studienbedingungen in modernen Gebäuden mit einer exzellenten Infrastruktur für die forschungsorientierte Lehre bietet. Spitzenforschung entsteht durch die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fakultäten mit renommierten regionalen, nationalen und internationalen Forschungspartnern. Den Wissenschaftlern der Universität steht eine hervorragende Forschungsinfrastruktur zur Verfügung, darunter zwei fakultätsübergreifende Forschungsgebäude von nationaler Bedeutung sowie eine hervorragende (Meta-)Proteomik-Plattform. Die Infektionsforschung an der Universität basiert auf interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Forschungsnetzwerken, die sich mit wichtigen bakteriellen Krankheitserregern, der Diagnostik und Therapie von Infektionen, bakto-viralen Koinfektionen, der Ausbreitung antimikrobieller Resistenzen, menschlichen und umweltbedingten Mikroorganismen und Fledermäusen als potenziellem Erregerreservoir befassen.

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