Standorte des Helmholtz-Zentrums

Die Standorte des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung verteilen sich auf ganz Deutschland. Neben dem Hauptcampus in Braunschweig gibt es Einrichtungen in 4 weiteren Städten: Hamburg, Hannover, Saarbrücken und Würzburg.

Helmholtz-Institut Greifswald

Das Helmholtz-Institut in Greifswald wird als Außenstelle des HZI in Braunschweig gegründet und wird mit der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald und dem Friedrich-Loeffler-Institut durch eine wissenschaftliche Kooperationsvereinbarung eng verbunden sein.

Das neue Institut wird einen umfassenden, interdisziplinären Ansatz zur Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen durch Infektionskrankheiten im Sinne des Konzepts "One Health" verfolgen. Das "One Health"-Konzept erkennt an, dass die Gesundheit des Menschen eng mit der Gesundheit von Tieren und einer intakten Umwelt verbunden ist.

Globalisierung, Klimawandel, erhöhte Mobilität der Menschen, intensivierte Viehhaltung sowie zunehmende Verstädterung und Verlust natürlicher Lebensräume sind die Hauptursachen für den Ausbruch und die rasche Ausbreitung von Infektionen. Krankheitserreger verbreiten sich global, überwinden Artenbarrieren und entwickeln häufig Multiresistenzen. Ein globales Problem stellen zudem fehlende Antiinfektiva und Impfstoffe dar. Der aktuelle Ausbruch von COVID-19 zeigt auf dramatische Weise, dass unser Verständnis von Ursprung und Übertragung zoonotischer Infektionen noch immer begrenzt ist und unterstreicht den dringenden globalen Bedarf an wirksameren präventiven und therapeutischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung. Das neue Institut wird diesen Bedarf adressieren und damit eine kritische Lücke schließen.

Informationen zu den Partnern vor Ort:

Friedrich-Loeffler-Institut

Das 1910 von Friedrich Loeffler gegründete FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, ist eine unabhängige Bundesbehörde unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die sich mit der Forschung für die Gesundheit und das Wohlbefinden von zur Lebensmittelproduktion genutzten Tieren und dem Schutz des Menschen vor Zoonosen befasst. Mit ihren kürzlich fertiggestellten, hochmodernen Laboratorien und Tierversuchsanlagen bis zur Biosicherheitsstufe 4 am Hauptsitz Greifswald-Insel Riems gehört sie zu den modernsten Infektionsforschungseinrichtungen der Welt. Forschung am FLI basiert auf der Bundesgesetzgebung zur Tiergesundheit einschließlich des Betriebs von nationalen und internationalen Referenzlaboratorien für anzeige- und meldepflichtige Tierseuchen und Zoonosen, z.B. verursacht durch Influenzaviren, Coronaviren, Coxiella und Mykobakterien.

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