Standorte des Helmholtz-Zentrums

Die Standorte des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung verteilen sich auf ganz Deutschland. Neben dem Hauptcampus in Braunschweig gibt es Einrichtungen in fünf weiteren Städten: Hamburg, Hannover, Saarbrücken, Würzburg und Greifswald.

Helmholtz-Institut für One Health (HIOH)

Das Helmholtz-Institute für One Health wird als Außenstelle des HZI in Braunschweig gegründet und wird mit der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald und dem Friedrich-Loeffler-Institut durch eine wissenschaftliche Kooperationsvereinbarung eng verbunden sein.

Das neue Institut wird einen umfassenden, interdisziplinären Ansatz zur Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen durch Infektionskrankheiten im Sinne des Konzepts "One Health" verfolgen. Das "One Health"-Konzept erkennt an, dass die Gesundheit des Menschen eng mit der Gesundheit von Tieren und einer intakten Umwelt verbunden ist.

Globalisierung, Klimawandel, erhöhte Mobilität der Menschen, intensivierte Viehhaltung sowie zunehmende Verstädterung und Verlust natürlicher Lebensräume sind die Hauptursachen für den Ausbruch und die rasche Ausbreitung von Infektionen. Krankheitserreger verbreiten sich global, überwinden Artenbarrieren und entwickeln häufig Multiresistenzen. Ein globales Problem stellen zudem fehlende Antiinfektiva und Impfstoffe dar. Der aktuelle Ausbruch von COVID-19 zeigt auf dramatische Weise, dass unser Verständnis von Ursprung und Übertragung zoonotischer Infektionen noch immer begrenzt ist und unterstreicht den dringenden globalen Bedarf an wirksameren präventiven und therapeutischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung. Das neue Institut wird diesen Bedarf adressieren und damit eine kritische Lücke schließen.

Informationen zu den Partnern vor Ort finden Sie hier

Das geplante HIOH in Greifswald legt den Schwerpunkt auf die Untersuchung der Schnittstellen zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, durch die Einrichtung einer umfassenden longitudinalen Proben- und Datensammlung und -analyse in Bezug auf neu auftretende Infektionen/Mikroben und Resistenzen in zwei Modellregionen. Die Studien in den Modellregionen werden durch drittmittelfinanzierte weitere und globale Studien in zusätzlichen Hochrisikogebieten komplementiert. Das HIOH wird hochaufgelöste, longitudinale Gesundheits- und Erreger-Daten an den Schnittstellen zwischen Menschen und Tieren generieren, analysieren und integrieren. Diese Aktivitäten werden maßgeblich gestärkt durch die Einbettung des HIOH in das bestehende Netzwerk der international ausgewiesenen Gründereinrichtungen, über die synergistisch ein breites Spektrum an Schlüsseldisziplinen eingebracht wird, insbesondere Human- und Tiermedizin, Mikrobiologie, Virologie, Epidemiologie, Wirkstoffforschung, Biodiversitätsforschung, Anthropologie, Soziologie, Evolutionsbiologie, Ökologie

Die Synergie zwischen HIOH und seinen Gründungspartnern wird eine stark integrative Forschung und deren Translation in Prävention und Therapie von Infektionskrankheiten fördern. HIOH und seine Partner werden somit künftig wichtige Beiträge u. a. zu einer verbesserten „Pandemic Preparedness“ und einer wirksameren Bekämpfung von antimikrobiellen Resistenzen im Rahmen des One Health Ansatzes leisten.

Detaillierte Informationen zur bisherigen Arbeit des Gründungsdirektors Prof. Dr. Fabian Leendertz finden Sie unter https://www.leendertz-lab.org/
 

Kontakt

Helmholtz Institut für One Health 
c/o Universität Greifswald
Felix-Hausdorff-Str. 1 
17489 Greifswald
Telefon: 03834 420 5501

E-Mail: hioh-info@helmholtz-hzi.de

Social Media

Hier kommen Sie zum Twitter-Account des Helmholtz-Instituts für One Health

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