Clostridium difficile – der heimtückische Keim

Clostridium difficile zählt in Krankenhäusern und Altenheimen von Industrieländern zu den Haupterregern von teils lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen, die sich nur schwer behandeln lassen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind ebenso besonders anfällig für die Infektion, wie Patienten die gerade eine Antibiotika-Therapie hinter sich haben. Der Keim vermehrt sich nämlich dort am liebsten, wo die normale Darmflora durch die Medikamente abgetötet wurde.
Gegen die Antibiotika selbst ist der Keim dank eines besonderen Tricks resistent: Er verkapselt sich in Sporen. Dadurch können die Medikamente dem Bakterium nichts anhaben. Die Infektion bricht erst dann aus, wenn die Patienten frisch kuriert nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause kommen und denken, alles sei überstanden.

Am 8. November 2014 widmet sich die Reihe „KrankheitsErregend“ am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) clostridium difficile, dem heimtückischen Keim.

 

Referenten

Prof. Wilfried Bautsch
Klinikum Braunschweig
Clostridium difficile - ein zunehmendes Problem? 

Prof. Dieter Jahn
Technische Universität Braunschweig
Clostridium difficile: Killer-Keim nach Antibiotikabehandlung

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