05.09.2019

Gregor Fuhrmann mit Nachwuchspreis ausgezeichnet

HIPS-Forscher Gregor Fuhrmann hat den Nachwuchspreis der Horst-Böhme-Stiftung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft erhalten

Im Rahmen ihrer Jahrestagung hat die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) am 4. September 2019 den Nachwuchspreis der DPhG-Stiftung (Horst-Böhme-Stifung) an Dr. Gregor Fuhrmann verliehen. Fuhrmann leitet die Nachwuchsgruppe „Biogene Nanotherapeutika“ am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), einem Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit der Universität des Saarlandes. Der Preis der DPhG fördert hervorragende Nachwuchswissenschaftler, die eine Hochschullaufbahn einschlagen wollen, und ist mit 5000 Euro dotiert.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGregor Fuhrmann © HZIGregor Fuhrmann forscht an der Schnittstelle zwischen dem gezielten Wirkstofftransport und der Biologie von Infektionen und Autoimmunerkrankungen. Gemeinsam mit seinem Team untersucht er extrazelluläre Vesikel – kleine Membranbläschen, die Zellen und Bakterien zum Informationsaustausch nutzen. Diese natürlichen Nanopartikel kombiniert Fuhrmann mit Biomaterialien, um damit die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Infektionen und Entzündungen zu verbessern. Ziel seiner Forschung ist es, die Vesikel als Wirkstofftaxis einzusetzen, die Medikamente gezielt an den Ort der Erkrankung bringen. Neben der detaillierten Charakterisierung der Vesikel hat Fuhrmann kürzlich eine Gruppe von bakteriellen Vesikeln entdeckt, die von Natur aus antibiotisch wirken und gleichzeitig in in vitro-Zellmodellen nicht toxisch sind.

Gregor Fuhrmann hat 2013 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich promoviert und erhielt derzeit die ETH-Medaille für herausragende Leistungen. Anschließend arbeitete er als Postdoc am Imperial College London. 2016 warb er eine Förderung über das BMBF-Exzellenzprogramm „NanoMatFutur“ ein, mit der er seine jetzige Forschungsgruppe am HIPS gründete. Insgesamt hat Fuhrmann seit seiner Promotion rund 2,6 Millionen Euro Drittmittel eingeworben.

Weitere Informationen zur Forschungsgruppe finden Sie hier.

Pressemitteilung der DPhG

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