23.05.2017

Siebtes HIPS-Symposium am 29. Juni 2017 in Saarbrücken

Entwicklungen und Herausforderungen der Infektionsforschung im Fokus der Wissenschaft

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) wandelt sich am 29. Juni 2017 erneut in einen Ort des wissenschaftlichen Austauschs zu zentralen Fragen und neuesten Entwicklungen der Infektionsforschung. International renommierte Forscher präsentieren ihre Erkenntnisse und Strategien zu mikrobiellen Naturstoffen, Wirkstoffdesign und -optimierung sowie Wirkstofftransport. Zu diesen Schwerpunktthemen werden im Rahmen des Symposiums auch Nachwuchsforscher des HIPS ihre Projekte zur Diskussion stellen. Das HIPS ist ein Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde 2009 gemeinsam mit der Universität des Saarlandes gegründet.

Hips_symposium_2017_590x220.pngDie Identifizierung und Charakterisierung von mikrobiellen Naturstoffen sowie deren Design und Optimierung sind Themen der ersten beiden Vortragsreihen des Symposiums. In diesem Jahr werden dazu Suzanne Walker (Harvard Medical School), Aled Edwards (Universität Toronto), Wilhelm Boland (Max-Planck-Institut Jena), Jon Clardy (Harvard Medical School), Peter Leadlay (Universität Cambridge) und Gérard Krause (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig) einen Einblick in ihre Forschung geben.

Suzanne Walker ist Expertin auf dem Gebiet der Aktivitätsmechanismen von Antibiotika und leistet Pionierarbeit bei der Aufklärung neuer antimikrobieller Zielstrukturen und der Charakterisierung von Wirkstoffen. Aled Edwards unterstützt den „Open Science“-Ansatz, nach dem Forschungsergebnisse generell ohne Beschränkungen zugänglich gemacht und deren Nutzen so potenziert werden sollen. Edwards arbeitet unter anderem an der Validierung neuer antimikrobieller Zielstrukturen in Erregern von Malaria und Tuberkulose. Wilhelm Boland führt international anerkannte Studien zur Interaktion von Pflanzen und Insekten mit einem Fokus auf pflanzliche Abwehrmechanismen durch. Er wird einen Einblick in die Effekte der mikrobiellen Darmflora von Insekten auf die Biochemie des Wirtes geben. Jon Clardy spezialisierte sich auf kleine, biologisch aktive Moleküle, die in der Natur vorkommen. Er wird den Zusammenhang von mikrobiellen Interaktionen und der Entdeckung neuer Antiinfektiva beleuchten. Peter Leadlay ist Experte der Enzymologie der bakteriellen Antibiotikasynthese und wird den Nutzen eines sequenzierten Genoms bei der Aufklärung neuer Biosynthesewege aufzeigen. Abgerundet wird die Liste der Referenten von Gérard Krause, einem international renommierten Epidemiologen des HZI.

Im Anschluss an die Vorträge präsentieren Nachwuchsforscher des HIPS ihre Projekte und die exzellente Integration des Instituts in die Infektionsforschung im Rahmen einer Poster-Session.

Hips_symposium_2017_340x220.pngEine weitere  Vortragsreihe steht im Fokus des Wirkstofftransports: Katharina Ribbeck (Massachusetts Institute of Technology), Ijeoma Uchegbu (University College London) und Achim Göpferich (Universität Regensburg) werden darüber referieren, wie schwierig es ist, Wirkstoffe im Körper an den Ort der Wirkung zu bringen und welche neuen Lösungsansätze es gibt.

Katharina Ribbeck, Expertin auf dem Gebiet der Passage von Molekülen und Krankheitserregern über Schleimhäute, wird einen mechanistischen Einblick und klinische Anwendungen natürlicher Hydrogele geben. Ijeoma Uchegbu stellt Ansätze aus der pharmazeutischen Nanoforschung zur Verwendung der Nanotechnologie in der Medizin vor. Mit Achim Göpferich und seiner Präsentation über spezielle Nanopartikel, die zur Verbringung von Wirkstoffen in Niere und Netzhaut Verwendung finden könnten, wird diese Vortragsreihe schließen.

Anmeldungen zum HIPS-Symposium sind bis zum 9. Juni 2017 möglich. Weitere Informationen und ein detailliertes Programm finden Sie unter:
http://www.hips.saarland/symposium/

Die Veranstaltung findet statt auf dem Campus der Universität des Saarlandes, 9:00 Uhr, in der Aula, Gebäude A3 3. Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie ebenfalls unter: http://www.hips.saarland/symposium/.

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