Nobelpreisträger Harald zur Hausen besucht das HZI

Am 25.11.: Forschungs-Pionier tauscht sich mit Braunschweiger Wissenschaftlern aus / Pressetermin um 16.15

21.11.2013

Harald zur Hausen erhielt 2008 einen Nobelpreis

© Hallbauer/FiorettiHarald zur Hausen erhielt 2008 einen Nobelpreis

Einer der renommiertesten Krebsforscher weltweit besucht das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI): Am Montag, 25. November, kommt Prof. Harald zur Hausen nach Braunschweig, um sich mit Wissenschaftlern des HZI über Forschungsergebnisse auszutauschen und neue Erkenntnisse zu diskutieren. Für seine Arbeit zur infektionsbedingten Entstehung von Tumoren wurde Harald zur Hausen im Jahr 2008 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet. Zwischen 1983 und 2003 leitete er den Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg; seit 2010 ist er Vizepräsident der „European Academy of Cancer“.

 

„Wir freuen uns, einen so erfolgreichen und weltweit anerkannten Forscher wie Harald zur Hausen bei uns zu begrüßen“, sagt Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI. „Er hat Erkenntnisse geliefert, die die Prävention und Behandlung einiger Krebsarten revolutioniert haben. Am HZI wird ebenfalls der Zusammenhang von chronischen Infektionen und Krebs untersucht, weshalb wir ein besonderes Interesse an dem Austausch mit einem so bedeutenden Forscher auf diesem Gebiet haben.“

Als einer der ersten Wissenschaftler erkannte zur Hausen bereits in den 1970er Jahren eine Verbindung zwischen der Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) und der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Wenige Jahre später konnte er die Virentypen HPV 16 und HPV 18 in erkranktem Gewebe aus Gebärmutterhals-Tumoren nachweisen.

Das neue Wissen lieferte der Forschungsgemeinde völlig neue Ansatzpunkte für die Prävention, dieser Krebsart. Die Erkenntnisse von zur Hausen und seinen Mitarbeitern bildeten die Grundlage für die Entwicklung von Impfstoffen gegen Gebärmutterhalskrebs. Diese langgehegte Vision der Wissenschaft wurde 2006 Wirklichkeit, als erstmals zwei Impfstoffe gegen HPV-Infektionen freigegeben wurden.

Für interessierte Pressevertreter besteht gegen 16.15 Uhr Gelegenheit zum Gespräch mit Prof. zur Hausen. Bitte melden Sie sich vorher bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HZI an. (Ansprechpartner: Dr. Jan Grabowski, Tel.: 0531/6181-1407, E-Mail: presse@helmholtz-hzi.de).