Neue Wirkstoffe durch gemeinsame Forschung

Kooperation zweier Helmholtz-Zentren mit der Universität Hannover soll Arzneistoffforschung verbessern

04.02.2014

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Im Bild von links nach rechts: Dr. Nikolaus Blum (Kaufmännischer Geschäftsführer HMGU), Dr. Alfons Enhsen (Geschäftsführer für die wissenschaftlich-technische…

LUH, Philip Bartz

Bei der Suche nach neuen Wirkstoffen wollen zukünftig mehrere Forschungseinrichtungen ihre Expertise bündeln. Zu diesem Zweck schlossen jetzt das Helmholtz-Zentrum München für Gesundheit und Umwelt (HMGU) und die Leibniz Universität Hannover (LUH) eine Vereinbarung, die eine hohe Qualität in der Wirkstoffforschung sichern soll. Neben den beiden Hauptpartnern sollen auch das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig (HZI) und sein Tochterinstitut, das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) in Saarbrücken, stark involviert sein. 

Ziel der Kooperation ist es, die Ressourcen der Vertragspartner in Forschung, Ausbildung und Lehre bestmöglich zu nutzen. Das ist vor allem wichtig, da die Wirkstoffforschung verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen mit einander vereint und daher auf das Wissen von Forschern aus verschiedenen Bereichen angewiesen ist. 

„Die Region Hannover/Braunschweig bietet für diesen Gedankenaustausch hervorragende Möglichkeiten. Durch die Vielzahl an Kooperationen und Forschungszentren in der Region können wir von den Grundlagen bis zur klinischen Anwendung alle Bereiche der Produktionskette abdecken. Die Zusammenarbeit ebnet den Weg zu neuen innovativen Wirkstoffen “, sagt Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer am HZI, der sich anlässlich der Vertragsunterzeichnung mit den Leitern der beteiligten Einrichtungen traf. 

Das neue Institut für Medizinalchemie des HMGU soll im Rahmen der Kooperation in die Naturwissenschaftliche Fakultät und die Infrastruktur der Leibniz Universität Hannover eingebunden werden.  Dadurch soll die Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern der verschiedenen Institutionen optimiert werden. „Die Leibniz Universität besitzt mit der Mitgliedschaft im Verbundprojekt „Train“ eine einmalige Kompetenz in der Wirkstoffforschung. Wir sind uns mit der Helmholtz-Gemeinschaft einig, unsere Zusammenarbeit vertrauensvoll und partnerschaftlich auszurichten“, lobt Prof. Dr.- Ing. Erich Barke, Präsident der LUH, die Kooperation.

Weitere Informationen über die Kooperation finden Sie in der gemeinsamen Presseinformation der LUH und des HMGU.