"KrankheitsErregend"-Referentin Susanne Häußler im Interview

Die HZI-Forscherin über das Event, ihre Erwartungen und ihre Forschung zum Thema

20.11.2014

Haeussler-HZI

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Liebe Frau Häußler, sie nehmen ja das erste Mal an der Reihe  Krankheitserregend teil. Was reizt sie an der Veranstaltung?

Es kann sehr spannend sein, ein Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet zu sehen.

Warum sind Krankenhauskeime gerade zur heutigen Zeit ein wichtiges Thema?

Wir beobachten in den letzten Jahren eine deutliche Steigerung der Antibiotikaresistenz- Problematik, besonders im Krankenhaus. Dieser sollte mehr Beachtung geschenkt werden.

In ihrem speziellen Vortrag wird es um Pseudomonas gehen, was macht diesen Keim so gefährlich? (Im Titel der Veranstaltung wird er ja als der hartnäckige Keim bezeichnet)

Pseudomonas aeruginosa ist ein opportunistischer Erreger, der insbesondere bei geschwächten Patienten sehr schwere Infektionen hervorrufen kann. Er verfügt über ein breites Spektrum an Pathogenitätsfaktoren und kann sich ausgesprochen gut anpassen – auch an die Anwesenheit von Antibiotika. 

Was ist bislang über den Keim bekannt?

Pseudomonas aeruginosa Infektionen werden weltweit intensiv erforscht, um generelle Prinzipien der Pathogenität zu verstehen.

Inwiefern beschäftigen Sie sich in ihrer Forschung mit Pseudomonas? Was für Projekte laufen dazu in ihrer Abteilung?

Wir erforschen insbesondere die molekularen Mechanismen, die der Entstehung von Antibiotika-Resistenz zugrunde liegen.

Was muss aus ihrer Sicht langfristig getan werden um das Problem der Krankenhauskeime und speziell Pseudomonas erfolgreich zu bekämpfen?

Wir brauchen eine schnellere und bessere Diagnostik, um zeitnah die richtigen Therapien einleiten zu können und entsprechende Hygienemaßnahmen zu ergreifen.

Was erhoffen sie sich von der Veranstaltung und der Diskussion mit einer Kollegin aus der Klinik?/ Wie wichtig ist die Kommunikation und Zusammenarbeit miteinander?

Insbesondere die Interaktion mit den Klinikern und der Hygiene ist essentiell, um neue Lösungen für die Problematik Antibiotikaresistenz zu finden.