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Niedersächsisches Landeskabinett tagt im Twincore

05.09.2006

Das Niedersächsische Landeskabinett hat am 5. September im neuen Forschungsinstitut in Hannover – dem „Twincore“ getagt. Dieses Zentrum für experimentelle und klinische Infektionsforschung wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gegründet und betrieben.

Die Ministerinnen und Minister wurden durch den Präsidenten der MHH, Prof. Dieter Bitter-Suermann, und den Wissenschaftlichen Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums, Prof. Rudi Balling begrüßt.

 

Die Wissenschaftler des Twincore werden sich einem Thema widmen, das immer mehr an Bedeutung gewinnt: Infektionen haben gewaltige soziale und wirtschaftliche Bedeutung. Sie verursachen ein Drittel aller Todesfälle weltweit. Gegen zahlreiche globale Epidemien wie beispielsweise AIDS oder Hepatitis C gibt es nach wie vor weder Impfungen noch Möglichkeiten der Heilung. Neue Krankheiten wie Sars können die Gesundheit von Millionen Menschen bedrohen. Ergebnisse aus der Infektionsforschung müssen deshalb schnell den Weg in die klinische Anwendung finden – als vorbeugende Impfung oder als heilendes Medikament.

 

Hier setzt das Twincore an. Denn dort werden zukünftig Teams aus Grundlagenforschern und klinischen Wissenschaftlern in gemeinsamen Projekten arbeiten. Der Vorteil: Die Ärzte der MHH kennen ganz genau die Probleme, die bei der Behandlung von Patienten auftauchen. Die Grundlagenforscher – sowohl der MHH als auch des HZI – verfügen über die Methoden und die technische Ausrüstung, um diese Probleme zu lösen. Außerdem kann das HZI Plattformtechnologien zur Verfügung stellen, über die eine Universität nicht verfügt.

 

Das Institut kombiniert also die infektionsbiologische Grundlagenforschung des HZI mit der klinischen Infektionsforschung der MHH. In Deutschland ist es ein einmaliges Modell und beispielhaft für die Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung. Anspruch des Forschungszentrums ist es, international an der Spitze der Infektionsforschung zu stehen. Es wird eine treibende Kraft bei der Übertragung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in neue Impfstoffe, Diagnostika und Therapien sein.

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