Grüne Gentechnik

Brauchen wir Freilandversuche in Deutschland?

23.03.2010

Veranstaltungsreihe Tatsachen? - Forschung unter der Lupe


Donnerstag, 25. März 2010, 19.30 Uhr,

Haus der Wissenschaft Braunschweig, Aula, Pockelsstr. 11


Einfaches CMYK

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Erst kürzlich wurde die Genkartoffel von der EU für den industriellen Gebrauch und die Tierfutterverwertung für den großflächigen Anbau zugelassen. Wie steht es nun aber mit Pflanzen, die zum Verzehr durch den Menschen gedacht sind? Könnte die Gentechnik beispielweise zur Steigerung der Ertragsmengen pflanzlicher Lebensmittel beitragen und den Hunger in der Welt besiegen? Sind unter Umständen auch qualitative Vorteile wie beispielweise die Resistenz gegen Schädlinge zu erwarten? Dagegen äußern viele Gentechnik-Gegner ihre Bedenken. Sie sehen eine Gefahr in der unkontrollierten Ausbreitung der Pollen und fürchten zusätzlich eine Einschränkung der biologischen Vielfalt. 

Für Wissenschaftler der Braunschweiger Forschungseinrichtungen stellt sich wiederum die Frage, ob Forschung zur Klärung solcher Fragen weiterhin möglich sein wird, da notwendige Freilandversuche im letzten Jahr von Seiten des Bundes teilweise untersagt wurden. Ob die Chancen der Technologie die Risiken solcher Versuche überwiegen, diskutieren im Rahmen der Veranstaltungsreihe Tatsachen? – Forschung unter der Lupe Prof. Dr. Christoph Tebbe (Johann Heinrich von Thünen-Institut), Dr. Christian Schüler (Universität Kassel), Annemarie Volling (Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e.V.) und Prof. Dr. Joachim Schiemann (Julius Kühn-Institut).

Nach kurzen Eingangsstatements der Referenten gilt es für das Publikum die freien Stühle in der Diskussionsrunde zu besetzen und das Wort zu ergreifen. Die Moderation übernimmt Oliver Kuklinski von PlanKom. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert.
Unterstützung findet die Veranstaltung zur Grünen Gentechnik vom Verein Slow Food in Braunschweig, dem Johann Heinrich von Thünen-Institut und dem Julius Kühn-Institut.


Tatsachen? Forschung unter der Lupe

Tatsachen? Forschung unter der Lupe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen wie Gentechnik, Stammzellenforschung oder die Mobilität der Zukunft. Wechselnde Formate lassen viel Interaktion mit den Referenten zu und geben dem Publikum eine starke Stimme. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH:

Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters. 

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:

Im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was macht Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern, warum sind manche Menschen gegenüber Infektionen widerstandsfähiger als andere: Zur Klärung solcher Fragen untersuchen wir Erreger, die medizinisch relevant sind oder die als Modell für die Erforschung von Infektionen genutzt werden können. Das Verständnis dieser Mechanismen wird dazu beitragen, Infektionskrankheiten durch neue Medikamente und Impfstoffe zu bekämpfen. 

Sponsoren des Haus der Wissenschaft Braunschweig:

Öffentliche Versicherung Braunschweig
Salzgitter AG

Kontakt für die Medien

  • Susanne Thiele

    Susanne Thiele

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