Forscherin für einen Tag

Girls’ Day und „Neue Wege für Jungs“ am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

20.04.2007

Selbst im Labor stehen und wissenschaftlich arbeiten – das wollen noch immer zu wenige Mädchen. Dabei bieten die Naturwissenschaften für Jungen und Mädchen gleichermaßen interessante Perspektiven. Am 26. April 2007 will das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung das unter Beweis stellen.

Zwischen 9 und 13 Uhr können rund 80 Mädchen, aber auch interessierte Jungen einen Blick hinter die Kulissen des Helmholtz-Zentrums werfen. Mit Kittel und Schutzbrille werden die Jugendlichen dann selbst zu Forscherinnen und dürfen mikroskopieren und experimentieren. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus sechs verschiedenen Arbeitsgruppen des Zentrums erzählen aus ihrem spannenden Berufsleben. Die Laufbahn einer Arbeitsgruppenleiterin wird genauso vorgestellte, wie die einer Doktorandin oder technischen Angestellten.

Wer sich für eine Ausbildung zur Biologie- oder Chemielaborantin interessiert, kann alles Wissenswerte rund um dieses Berufsbild von Detlef Hanisch und Andrea Ahlers erfahren. Infos aus erster Hand geben fünf Labor-Azubis des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. Erstmals präsentiert sich auch der technische Betrieb – Ralf Bitter gibt einen Einblick in die Welt der Elektronik und informiert über die Möglichkeiten zur Ausbildung. Zu einem modernen Forschungszentrum gehört auch eine IT-Abteilung: Eva Zimmermann zeigt den Jungen und Mädchen, wie sie eine eigene Homepage erstellen können. Beim Küchenchef und seinem Team können interessierte Jugendliche lernen wie in einer Großküche gekocht wird.

Für die Jüngeren empfiehlt sich ein Besuch in der Strukturbiologie. Gemeinsam mit Ute Widow und Sabine Schmidt bestimmen die Kinder den pH-Wert verschiedener Getränke, gefrieren Blumen in eiskaltem Stickstoff, lernen den Umgang mit Mikroskop, Photometer und Pipette – und treffen auf einen Roboter, der im Labor viel Arbeit abnehmen kann.

Die Welt der winzig kleinen Mikroorganismen stellen Gabriella Molinari und Marita Sylla vor. Sie erklären, wie Bakterien aus der Umwelt isoliert werden, wie man aus ihnen wertvolle Medikamente gewinnt und zeigen, wie man die Wirksamkeit von Antibiotika bestimmen kann. 

Wie das Leben einer Labormaus aussieht, können die Jugendlichen von David Monner, Susanne Etzrodt, Katja Isedor und Corinna Schwab erfahren. Sie zeigen, wie im Tierhaus gearbeitet wird, wie Mäuse gezüchtet und markiert werden.

Keine Angst vor schwierigen Begriffen wie „Immunregulation“, „Molekulare Immunologie“ und „Chronischen Pseudomonas Infektionen“, denn welche Forschungsgebiete genau dahinter stecken, erfährt man bei einem Rundgang durch die jeweiligen Labore. Neben den theoretischen Einführungen werden überall Experimente angeboten.