04.06.2018

Ein Jahr Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung

Das HIRI in Würzburg feiert seinen ersten Geburtstag

Mit dem Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) wurde im vergangenen Jahr das weltweit erste Institut gegründet, das den innovativen Forschungsbereich der Biologie von Ribonukleinsäuren (RNA) mit der Infektionsforschung verbindet. Gegründet wurde das Tochterinstitut des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität (JMU) auf dem Gelände des Würzburger Universitätsklinikums. Heute hat das HIRI dort seinen ersten Geburtstag gefeiert.

HIRI_Geburtstag_590x340.jpgFestakt zum einjährigen Bestehen des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg. © Mario Schmitt /HIRIAm HIRI erforschen die Wissenschaftler sogenannte Ribonukleinsäuren (RNA) und deren Rolle bei Infektionskrankheiten. RNAs sind Abschriften des Erbmaterials und dienen unter anderem als Überbringer der genetischen Information, besitzen aber auch regulatorische Funktionen. So interagieren zum Beispiel bei einer Infektion die RNA-Moleküle des Krankheitserregers mit denen der infizierten Zelle. Diese Wechselbeziehungen untersuchen die Forscher am HIRI mit neuen Analyseverfahren auf zellulärer, molekularer und biochemischer Ebene. Dabei wird den RNA-Molekülen ein außerordentliches Potenzial für die Entwicklung neuer Formen von Diagnostik, Therapie und Prävention zugesprochen. Diese Möglichkeiten wollen die HIRI-Wissenschaftler in einem integrativen Forschungsansatz unter Einsatz modernster Technologien erschließen.

In unserem ersten Jahr sind wir mit dem Aufbau des HIRI weit vorangekommen.

Prof. Jörg Vogel, Geschäftsführender Direktor des HIRI

Prof. Jörg Vogel, Geschäftsführender Direktor des HIRI, ist mit der bisherigen Entwicklung des neuen Instituts sehr zufrieden: „In unserem ersten Jahr sind wir mit dem Aufbau des HIRI weit vorangekommen. Wir konnten exzellente Arbeitsgruppenleiter aus Deutschland, den USA, Frankreich, Irland und aus der Türkei nach Würzburg rekrutieren. Damit haben wir schon viel Expertise versammelt, um mit dem neuen Institut richtig durchzustarten. Jetzt geht es darum, mit unserem neuen Team innovative RNA-basierte Infektionsforschung zu machen“, sagte Vogel. Mittlerweile sind am HIRI sieben Forschungsgruppen entstanden. Seit Juli 2017 gingen bereits 22 Förderpakete mit einem Gesamtvolumen von 1,9 Millionen Euro an gemeinsame Forschungsprojekte von Wissenschaftlern des HZI, der JMU und des HIRI, um die Vernetzung zwischen bestehenden Forschungsschwerpunkten der Einrichtungen zu verstärken und um zeitnah erste Forschungsergebnisse erzielen zu können.

HIRI_Geburtstag_340x220.jpgv.l.n.r.: Prof. Jörg Vogel, Geschäftsführender Direktor des HIRI und Dr. Gunther Schunk, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der Vogel Stiftung. © Mario Schmitt /HIRIZu den Gratulanten bei der Geburtstagsfeier gehörten auch Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI, Prof. Alfred Forchel, Präsident der JMU Würzburg, und Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät der JMU Würzburg. Dr. Gunther Schunk, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der Vogel Stiftung, hat im Rahmen der Veranstaltung einen symbolischen Scheck in Höhe von 75.000 Euro an das HIRI überreicht. Damit initiierte er das „Dr. Eckernkamp Fellowship-Programm der Vogel Stiftung“ zur Förderung exzellenter Nachwuchswissenschaftler am HIRI. Die Vogel Stiftung besteht seit dem Jahr 2000 und fördert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Medizin und Kultur im Raum Würzburg.

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