Die Grenzen der wissenschaftlichen Freiheit

Pro und Kontra Tierversuche

17.08.2009

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Veranstaltungsreihe Tatsachen? - Forschung unter der Lupe
Mittwoch, 19:30 Uhr, Haus der Wissenschaft Braunschweig

Wo liegen die Grenzen der Forschung? Dürfen Tiere für den medizinischen Fortschritt geopfert werden? Sind Tierversuche sogar eine Muss für neue biowissenschaftliche Erkenntnisse? Wie groß ist der Nutzen dieser Versuche an lebenden Tieren und gibt es Alternativen dazu?

Das emotional geladene Thema „Tierversuche in der Wissenschaft“ wird in der nächsten Veranstaltung der Reihe „Tatsachen? – Forschung unter der Lupe“ am 19. August um 19.30 Uhr im Haus der Wissenschaft im Mittelpunkt stehen.

Eine abwägende Diskussion über die Gründe für Tierversuche ist schwierig. Zwar haben Wissenschaftler in den vergangenen Jahren viele Alternativmethoden zu Tierversuchen entwickelt – deren Zahl hat insgesamt aber zugenommen. Der Grund: Die Forscher haben neue, verfeinerte Verfahren entwickelt, um Gene und deren Wirkung am ganzen Organismus zu untersuchen. So werden neue Einrichtungen wie beispielsweise das Maushaus des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig gebaut. Und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verweisen auf den Bedarf und die letztlich lebensrettende Bedeutung von Experimenten am Tier für den Menschen.

Zum Thema „Die Grenzen der Forschung – Pro und Contra Tierversuche“ werden Dr. Hermann Riedesel (Leiter der „Arbeitsgruppe Tierexperimentelle Einheit“ am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung), Prof. Jörg Luy (Leiter des Instituts für Tierschutz und Tierverhalten an der FU Berlin), Prof. Christopher Baum (MH Hannover, angefragt) und Christian Meyer (Sprecher für Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Natur- und Tierschutz der grünen Landtagsfraktion in Niedersachsen) Stellung nehmen. Das Publikum erhält auch bei dieser Veranstaltung wieder die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und seine Meinung mit den Experten zu diskutieren: Interessierte aus dem Publikum bekommen dazu die Möglichkeit, in der Diskussionsrunde Platz zu nehmen und das Wort zu ergreifen.
Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert.

Termin:
Mittwoch, 19. August 2009, 19.30 Uhr
Haus der Wissenschaft Braunschweig, Raum Veolia, Pockelsstr.11

Gerne arrangieren wir bei Interesse ein Interview mit den anwesenden Experten.

Tatsachen? Forschung unter der Lupe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen wie Gentechnik, Stammzellenforschung oder die Mobilität der Zukunft. Wechselnde Formate lassen viel Interaktion mit den Referenten zu und geben dem Publikum eine starke Stimme. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH:
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was macht Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern, warum sind manche Menschen gegenüber Infektionen widerstandsfähiger als andere: Zur Klärung solcher Fragen untersuchen wir Erreger, die medizinisch relevant sind oder die als Modell für die Erforschung von Infektionen genutzt werden können. Das Verständnis dieser Mechanismen wird dazu beitragen, Infektionskrankheiten durch neue Medikamente und Impfstoffe zu bekämpfen.

Sponsoren des Haus der Wissenschaft Braunschweig:
Öffentliche Versicherung Braunschweig
Salzgitter AG
Veolia Environnement

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  • Susanne Thiele

    Susanne Thiele

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